Erneute Attacke gegen Alemannia-Präsidium

Von: Achim Kaiser und Holger Richter
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Bürgermeister Björn Jansen (Bild) unterstützt die Alemannia-Oppositionsgruppe um Ex-Präsident Horst Heinrichs und Stadtratsmitglied Hans-Dieter Schaffrath.

Aachen. Die Alemannia-Oppositionsgruppe um Ex-Präsident Horst Heinrichs und Stadtratsmitglied Hans-Dieter Schaffrath ist um ein prominentes Mitglied gewachsen. Ein den „Nachrichten“ vorliegendes Schreiben an das Präsidium des Aachener Turn- und Sportvereins Alemannia 1900 e.V. hat auch Bürgermeister Björn Jansen unterschrieben.

„Ich habe als Stadtsportbundvorsitzender längjährigen Kontakt zu Horst Heinrichs und teile auch die Sorge um den Verein Alemannia“, sagt Jansen. In dem Brief an das dreiköpfige Restpräsidium bemängeln neben Heinrichs, Schaffrath und Jansen auch Klaus Offergeld und Ralf Bündgen „einige formale und inhaltliche Mängel“ des Einladungsschreibens für die Mitgliederversammlung am 2. September. „Zwar führt eine formal und inhaltlich mangelhafte Einladung nicht zu einem Nichtstattfinden der Versammlung – und dies wird ausdrücklich auch gar nicht gefordert – jedoch begründen die Mängel gegebenenfalls Einspruchs- und Widerspruchsmöglichkeiten durch Mitglieder“, heißt es weiter.

„Es kann doch nicht der richtige Weg sein, Alemannia-Interna jetzt wieder in die Öffentlichkeit zu bringen“, kontert Alemannia-Schatzmeister Oliver Laven: „Diese Unruhe zum jetzigen Zeitpunkt bringt überhaupt nichts.“ Die Vorwürfe würden geprüft, entsprechende Antworten würden der Gruppe dann direkt mitgeteilt: „Wir werden nicht über die Medien kommunizieren.

Ein Dorn im Auge ist Jansen und Co., dass es der Geschäftsbericht der Alemannia GmbH nicht auf die Tagesordnung geschafft hat. Mit Blick auf alle Abteilungen des TSV müsse das Präsidium die Frage beantworten, welcher Schaden dem Verein gegenüber der Alemannia-GmbH entstanden sei., fordert Jansen: „Wir brauchen Transparenz. Der Verein muss als Ganzes, mit seiner Jugendarbeit, dem Amateurfußball und den anderen Sportarten gesichert werden.“ Die Mitglieder hätten ein Anrecht darauf, alles zu erfahren: „Ein neuer Weg muss eingeschlagen werden.“

Heinrichs und Co. stehen bereit

Falls dieser Weg zu Neuwahlen führen sollte, die am 2. September allerdings nicht auf der Tagesordnung stehen, dann stünde die Gruppe um Horst Heinrichs als Alternative bereit. Das bestätigt jedenfalls Hans-Dieter Schaffrath den „Nachrichten“. „Wir haben ein zehnseitiges Aktionspapier erarbeitet, wie es mit der Alemannia weitergehen könnte“, kündigt Schaffrath an. Man sei außerdem mit der Fan-IG im Gespräch und habe die Gruppe neben Jansen auch um einige Wirtschaftsvertreter erweitern können. Namen nennt Schaffrath jedoch nicht.

Vor einem Monat hatte er mit Heinrichs, Offergeld und Bündgen noch eine Unterlassungserklärung unterzeichnen müssen, nachdem das Quartett behauptet hatte, das aktuelle Präsidium plane die Auflösung des Vereins.

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