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Erneut Einsatz im Frankenberger Viertel: Personengruppe greift Männer an

Von: Thomas Vogel
Letzte Aktualisierung:
Polizei Symbol Blaulicht Unfall Polizeiwagen Symbolfoto: Jens Büttner/dpa
Am Donnerstag fand aufgrund der steigenden Zahl an Zwischenfällen im Frankenberger Viertel ein Gespräch zwischen dem Ordnungsamt der Stadt Aachen und der Polizei statt. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Aachen. Die Polizei registriert in der jüngeren Vergangenheit ein steigendes Einsatzaufkommen im Frankenberger Viertel. Nachdem sie aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der „Identitären“, einer rechtsextremen Gruppierung, und vermutlich Linksautonomen zuletzt am vergangenen Sonntag alarmiert wurde, ist es am Donnerstagabend erneut zu einem Zwischenfall gekommen.

Nun wollen Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamts verstärkt Präsenz im Viertel zeigen.

Donnerstag, gegen 18 Uhr: Zwei Männer verlassen einen Friseursalon am Neumarkt. Kurz darauf werden sie von zehn bis zwölf teilweise vermummten Personen angegriffen. Als die hinzugerufene Polizei wenig später an der Bismarckstraße/Ecke Triebelsstraße eintrifft, hat die Gruppe der Angreifer bereits die Flucht angetreten.

Dennoch können bei der unmittelbar eingeleiteten Fahndung zwei Personen festgenommen werden. Die Vermutung liegt nahe, dass die Auseinandersetzung sich wieder in einem Spektrum politisch motivierter Taten bewegt – wie schon bei der Aktion am vergangenen Sonntag.

Mit Flaschen und Pfefferspray

Die Attacke ist keine Lappalie. Laut Auskunft der Polizei werden aus der Gruppe heraus Flaschen geworfen, sogar Pfefferspray wird eingesetzt. Als die beiden Opfer sich wehren, verschwinden die Angreifer. Einer der beiden Männer wird verletzt. „Die Angreifer waren augenscheinlich aus dem Linken-Spektrum“, sagt Andreas Müller von der Pressestelle der Polizei.

Das sollen Zeugen des Vorfalls berichtet haben, die sich auf das äußere Erscheinungsbild der Täter beziehen. Insofern stehe die Vermutung im Raum, es handele sich erneut um eine Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten. Das aber müssten weitere Ermittlungen klären.

Ob die beiden von der Polizei im Zuge der Fahndung festgenommenen Personen bereits polizeibekannt sind oder gar der linksradikalen Szene zugeordnet werden können, konnte die Polizei am Freitag nicht bestätigen. Beide befanden sich gestern weiterhin in Gewahrsam und sollten unter dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung dem Haftrichter vorgeführt werden.

Vorfall am Sonntag

Am vergangenen Sonntag waren im Frankenberger Viertel „Identitäre“ in Erscheinung getreten, als sie ein Banner mit der Aufschrift „Grenzen schließen, Leben retten“ an der Burg Frankenberg anbringen wollten. Sie wurden von einer Personengruppe daran gehindert, zu der bislang keine näheren Erkenntnisse vorliegen.

Am Donnerstag fand aufgrund der steigenden Zahl an Zwischenfällen im Frankenberger Viertel ein Gespräch zwischen dem Ordnungsamt der Stadt Aachen und der Polizei statt. Ergebnis: Beide wollen die Präsenz- und Kontrollmaßnahmen verstärken.

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