Aachen - Erfolgreiche Spendentour: Das Geld für den Rohbau ist da

Erfolgreiche Spendentour: Das Geld für den Rohbau ist da

Von: Holger Richter
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Claudia Brendebach macht sich im November wieder auf den Weg nach Bots­wana. Foto: Holger Richter

Aachen. „Ich kann es kaum erwarten, dass es wieder losgeht.“ Claudia Brendebach fiebert dem 2. November entgegen. Denn dann fliegt die rüstige Aachener Seniorin wieder nach Botswana, um weiter an ihrem Traum zu arbeiten, nämlich die „C&M Little Angels Pre-School“ aufzubauen.

Im Gepäck hat die ehemalige Apotheken-Assistentin dann 50.000 Euro – natürlich nicht bar, aber immerhin in Form von 30.000 Euro auf dem Konto des Fördervereins „Kleine Schule Botswana“ und rund 20.000 Euro als feste Spendenzusagen. „Damit habe ich das Geld für den Rohbau und den Spielplatz bereits beisammen“, sagt sie freudestrahlend. „Ich finde es unglaublich, welches Vertrauen mir die Leute entgegenbringen“, fügt sie hinzu, denn bei dem Geld handelt es sich ausschließlich um Spendengelder. „Darunter sind zwei große Einzelsponsoren, aber auch einige Lions-Clubs oder sonstige Hilfsorganisationen bundesweit“, sagt sie.

Aber auch viele Leserinnen und Leser der „Aachener Nachrichten“. Denn bereits mehrfach haben die „Nachrichten“ über ihr Vorhaben berichtet, zuletzt am 18. Juli. Damals wurde auch ihr Bausteine-Spenden-Projekt vorgestellt. „10.000 Euro sind dabei zusammen gekommen“, berichtet Claudia Brendebach. Und die meisten der 50 Bausteinespender, die häufig gleich mehrere Steine gespendet haben, kommen aus Aachen und Umgebung, hat das Öcher Mäddche erfreut festgestellt. „Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

Mit diesem Geld wird Claudia Brendebach zwischen November und Mai in der botswanischen Stadt Kopong, die 60 Kilometer von der Hauptstadt Gaborone entfernt liegt, den Rohbau des Schulgebäudes vorantreiben. „Wenn alles klappt, dann wollen wir im nächsten März schon Richtfest feiern“, blickt Claudia Brendebach voraus. Der botswanische Staatspräsident, Ian Khama, soll dazu auch eingeladen werden. „Ein Freund von mir hat einen Freund, der ihn kennt“, sagt Claudia Brendebach mit einem Schmunzeln.

Seit März 2012 bastelt sie schon daran, ihren Traum in die Realität umzusetzen. Trotz anfänglicher Rückschläge hat sie gemeinsam mit ihrer Freundin und Partnerin vor Ort, Mariam Matshara, inzwischen ein Schulgrundstück erworben und erschlossen sowie die entsprechenden Genehmigungen eingeholt. Neben den Spendengeldern hat die 69-Jährige auch schon mehrere tausend Euro Privatvermögen in ihren Traum investiert, von dem einmal 75 Schulkinder – darunter auch 25 Waisen, deren Schulgeld solidarisch von den übrigen Schülern getragen wird – profitieren sollen. Claudia Brendebach plant die Eröffnung für Januar 2016.

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