Aachen - Er will die Stadt „menschlicher“ gestalten

Er will die Stadt „menschlicher“ gestalten

Von: Georg Dünnwald
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Beackert die grüne Oase: Horst Schnitzler ist auch im urbanen Gemeinschaftsgarten an der Richardstraße aktiv. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wir machen keine Versprechen“, betont Horst Schnitzler von der UWG, der Unabhängigen Wählergemeinschaft in Aachen. „Wir greifen bevorstehende oder bereits begonnene Projekte auf und versuchen, sie durch Einflussnahme menschlicher zu gestalten.“

Zum dritten Mal will der agile 60-Jährige nun in den Aachener Stadtrat einziehen. Allerdings nicht mehr als Einzelkämpfer. Horst Schnitzler erhofft sich für seine UWG den Fraktionsstatus. Und das heißt, dass seine Vereinigung – „Partei würde ich sie nicht nennen“ – mindestens vier Prozent, besser noch 4,5 Prozent, der abgegeben Stimmen bekommen müsste. Schnitzler ist auch OB-Kandidat der UWG.

„Als Fraktion hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten“, unterstreicht der Self­made-Politiker, der mit seinen Mitstreitern an der Seite der Bürgerinitiativen steht. „Das Bürgerbegehren gegen das geplante Prestigeobjekt Bauhaus Europa hat erwiesen, dass es auch gestaltend sein kann, gegen etwas zu sein.“ Für mehr Wohnbebauung am Kaiserplatz, dort wo die Einkaufsmall „Aquis Plaza“ entsteht, haben die Aachener UWGler gestritten. „Wir haben mit der UWG in der Städteregion nur den Namen gemein, ansonsten nichts“, betont Schnitzler.

„Vom Nutzen unserer Vorschläge sind die Fraktionen im Stadtrat nicht immer leicht zu überzeugen“, kommentiert er. „Aber wir haben den vergangenen zehn Jahren häufig gezeigt, dass neue Wege zum gesellschaftlichen Fortschritt gangbar sind.“

Deshalb setze sich die UWG ein für urbane Gemeinschaftsgärten, mit dem Kandidaten treffen sich die „Nachrichten“ beispielsweise im Fredy-Hirsch-Garten an der Richardstraße, den auch Schnitzler und seine UWG bepflanzen und beackern. „Das ist eine Oase mitten in der Stadt“, findet er.

„Mit Liebe anders“, heißt das Motto des UWG-Wahlkampfs und seines OB-Kandidaten. „Stadt ist nämlich nicht die Sache der anderen, sondern unser aller Handlungsraum“, ist für Schnitzler, den Vater zweier Töchter von 35 und 15 Jahren, klar.

Vor zehn Jahren kandidierte Schnitzler erstmals für den Rat und trat als Oberbürgermeisterkandidat an. Fünf Jahre später wieder, beide Male zog er für die UWG in den Stadtrat ein. Im Jahr 2009 brachte er es auf 1515 Stimmen. Deshalb, „und auch wegen der guten Arbeit der UWG“, ist er guten Mutes, ein Mehrfaches dieser Stimmenzahl zu erreichen.

„Mit uns wird man rechnen müssen“, sagt Schnitzler selbstbewusst. Dazu gehöre aber auch, stets präsent zu sein, nicht nur auf Plakaten Gesicht zu zeigen – auch im Internet will er möglichst viel mit potenziellen Wählerinnen und Wählern unter www.uwg-aachen.de kommunizieren.

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