Entwurf für vierte Gesamtschule: Gut, aber noch zu teuer

Von: Margot Gasper
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So soll der Neubau der vierten
So soll der Neubau der vierten Gesamtschule nach dem preisgekrönten Wettbewerbsentwurf des Büros Kresings aus Münster aussehen. Links die Zweifachsporthalle am Eingang von der Sandkaulstraße aus.Entwurf: Kresings GmbH

Aachen. Gehts auch etwas günstiger? Diese Frage werden Vertreter der Stadt demnächst wohl mit dem Architekturbüro Kresings zu erörtern haben.

Der Entwurf der Münsteraner Architekten für den Neu- und Umbau der vierten Gesamtschule an der Sandkaul­straße erfüllt zwar die Ansprüche an eine moderne Gesamtschule im Ganztagsbetrieb, und mit geschätzten Kosten von rund 16 Millionen Euro (inklusive Zweifachturnhalle) gehört der Entwurf auch zu den preisgünstigsten Lösungen des Wettbewerbs.

Dennoch fällt er deutlich teurer aus als ursprünglich erwartet. Die Politik hat bereits auf die neuen Zahlen reagiert. 10,5 Millionen Euro sollen im städtischen Haushalt in die Investitionsplanung für die nächsten drei Jahre eingestellt werden (wir berichteten). Für die Sporthalle werden 2,5 Millionen Euro eingeplant. Trotzdem muss sich noch zeigen, ob man bei dem Projekt Wünsche und Finanzen unter einen Hut bekommt.

Der Schulausschuss empfahl dem Planungsausschuss am Donnerstag einstimmig, einen Vorentwurf samt Kostenschätzung zu beauftragen. Nicht ganz ausgeschlossen ist jedoch, dass nach dieser ersten Planungsstufe das weitere Verfahren abgebrochen wird, wenn das Ziel - eine deutliche Kostenreduzierung - nicht erreicht wird.

Der Kresings-Entwurf, der beim Wettbewerb den ersten Preis erhielt, erfülle alle Wünsche der Schule für ein zeitgemäßes Lernen, erläuterte Michael Ferber, technischer Leiter des Gebäudemanagements, den Schulpolitikern. Für jede Jahrgangsstufe sind zum Beispiel Teamräume, Differenzierungs- und Therapieräume vorgesehen.

Die „Türme” des vorhandenen Altbestands sollen dafür nach dem Entwurf baulich stark verändert werden. Ursprünglich hatte man dagegen gehofft, dass in den Türmen eine Renovierung ausreiche. „Wir sollten mit dem Architekten gemeinsam überlegen, ob die Türme nicht in ihrer Grundstruktur unangetastet bleiben können”, schlug Ferber vor.

Allerdings soll bei einer solchen Nachjustierung das pädagogisch begründete Raumprogramm grundsätzlich erhalten bleiben. In die Verhandlungen muss deshalb auch die Schule eingebunden werden.

Ausweichquartier im Pavillon?

Nach Möglichkeit soll die im Aufbau befindliche Schule für die Bauzeit auch nicht ausgelagert werden. „Wenn wir die Turnhalle etwas später bauen, könnten wir den vorhandenen Pavillon noch eine ganze Zeit nutzen”, hofft Ferber.

Die Jury des Architektenwettbewerbs hatte dem Kresings-Entwurf im Dezember in einem eindeutigen Votum den ersten Preis zuerkannt. Zugesagt habe die Stadt in der Auslobung des Wettbewerbs, einen der drei Preisträger zu beauftragen, erläuterte Ferber. „Sollte sich der Architekt also verweigern, haben wir immer noch zwei andere Optionen.”

Am 14. März befasst sich die Bezirksvertretung Aachen-Mitte mit dem Entwurf für die vierte Gesamtschule, am 15. März entscheidet der Planungsausschuss.
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