Aachen - Entschieden: Der Bushof erhält ein ganz neues Entree

Entschieden: Der Bushof erhält ein ganz neues Entree

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
bushofbild
So soll das neue Entree für den arg heruntergegammelten Bushof schon in wenigen Monaten aussehen. Grafik: AN

Aachen. Der Anblick ist wirklich kein schöner: Seit Jahr und Tag verunziert eine hoddelige Treppenlandschaft die Ecke Peterstraße/Kurhausstraße. Sie liegt in schöner Aufdringlichkeit gleich vor dem Bushof, führt in ihrem begehbaren Teil ins dortige Parkhaus, ist aber zum Teil schon lange verbarrikadiert und entsprechend abgenutzt-hässlich.

Dem Elend wollen Aseag und Apag nicht länger zusehen: Im Frühjahr beginnt die große Umgestaltung des ganzen Ensembles, das als Blickfang ein luftig gestaltetes Bauwerk aus Glas erhält. Mit einem Aufzug innendrin.

Damit wird ein Zustand beendet, der laut Aseag-Chef Hans-Peter Appel aus ästhetischen wie aus ganz praktischen Gründen beseitigt gehört.

Die Planungen laufen denn auch schon seit längerem, und wer vor dem zugegitterten Teil des Abgangs in den Untergrund steht, der erkennt, dass Abhilfe Not tut.

„Toiletten im Bushof” steht noch vor dem verrammelten Eingang, an der Seite: „Vorsicht bei Benutzung Rampe”; auf den Treppenstufen haben sich bereits kleine Bäumchen angesiedelt.

Das kommt alles weg, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Aus einem internen Vierer-Wettbewerb ist Architekt Manfred Hammers mit seinem Entwurf als Sieger hervorgegangen; Kernstück der Planung ist der Glasbau, der demnächst lichtdurchflutet aus der Erde wächst und den Parkhausbenutzern ein helles und freundliches Entree bescheren soll. Von dort aus kann man auch in den Bushof gelangen.

Die benachbarte Treppenkonstruktion - erst muss man runter, ein paar Meter gegenüber wieder rauf - soll komplett verschwinden und durch eine freie Fläche ersetzt werden.

Alles in allem wird laut Architekt ein sehr ansehnlicher neuer Eingangsbereich entstehen, wo Sauberkeit und Sicherheit garantiert sein sollen - in wohltuendem Gegensatz zu bisherigen „Drecksstellen” (Hammers), die nicht allein von Taubenkot und herumliegenden Junkie-Spritzen verunziert wurden.

In der - mittlerweile abgespeckten - Version will sich der Bauherr die Verschönerung des Bushofs um die 600.000 Euro kosten lassen. In wenigen Wochen sollen die Arbeiten beginnen; alle Beteiligten gehen davon aus, dass es zumindest im Untergrund eine komplizierte Fummelei werden wird, weil - bei laufendem Betrieb - viel rausgerissen werden muss.

Zudem ist massenhaft Grundwasser zu erwarten (ganz aus der Nähe stammt der nasse Nachschub für Aachens Therme).

Während das Parkhaus Bushof einer neuen Zukunft entgegensieht, hat das Parkhaus Büchel sie definitiv hinter sich: Appel, zugleich Geschäftsführer der Apag, geht davon aus, dass er das gute Stück bis Ende des Jahres noch nutzen kann, dann wird es abgerissen. Das Grundstück ist inzwischen an den Investor Strabag/Züblin verkauft.

Für die Apag ist der Büchel mit seinen 650 Stellplätzen mitten in der Innenstadt eine enorme Einnahmequelle. Nach den vorliegenden Plänen entstehen an gleicher Stelle lediglich 137 neue Parkplätze, die ebenfalls von der Apag bewirtschaftet werden sollen, aber den Verlust nicht ausgleichen.

Appel geht davon aus, dass sich viele (Dauer-)Kunden in Richtung der Parkhäuser Markt und Elisengalerie umorientieren werden.

Entwurf wird überarbeitet

Am Büchel will die Strabag die alten „Trendbox”-Pläne des Architektenbüros Benthem Crouwel realisieren. Der Entwurf wird zurzeit überarbeitet, weil er mit einem neuen Nutzungskonzept für eine Einkaufsgalerie versehen werden soll.

Um herauszukriegen, wie das Projekt optimal angefahren werden kann und welche Auswirkungen es auf die Umgebung hat, wird ein Verkehrsgutachten erstellt, das von Stadt und Investor zu gleichen Teilen bezahlt wird.
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