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Energetisch ist das neue Sandhäuschen ziemlich passiv

Von: Margot Gasper
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Schlangenlinien: In der zentralen Halle ist die Fußbodenheizung vorbereitet, erläutern der Technische Leiter Klaus Schavan (links) und Projektleiter Wilfried Sterck vom Gebäudemanagement. Foto: Harald Krömer
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Tonnendach und leuchtend grüne Fassade: Selbst als Baustelle zieht das neue Sandhäuschen in Laurensberg schon die Blicke von Passanten auf sich. Ende Mai soll der Bau bezugsfertig sein. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein Blickfang ist dieses Haus auf jeden Fall: Mit seinem abgerundeten Tonnendach aus Aluminium und der Fassade in leuchtendem Apfelgrün fällt der Neubau im Stadtteil Laurensberg sofort ins Auge. An der Ecke Laurentius­straße/Laurensberger Straße wird seit gut einem Jahr das neue Sandhäuschen gebaut. Der Bau ersetzt das abgerissene Sandhäuschen – und ist für manche in Laurensberg immer noch ein Aufregerthema.

Noch herrscht Baustellenatmosphäre auf dem Laurentiusberg. Aber in wenigen Wochen wird alles fertig sein. Ab Ende Mai dann sollen sich hier im Erdgeschoss 44 Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen wohlfühlen. Oben auf der Galerie entsteht eine gemütliche Sitzecke, sie ist als „Müttercafé“ konzipiert, als Treffpunkt für Mütter – und Väter –, die ihre Kinder in das Familienzentrum bringen. Ebenfalls im Obergeschoss ist auch der neue Bürgersaal für Laurensberg schon fast fertig.

Durch Eis und Schnee haben sich die Arbeiten etwas verzögert. In der zentralen Halle müssen noch etliche Meter Estrich verlegt werden. „Aber der Innenausbau geht jetzt zügig voran“, sagt der Bauleiter des Projekts, Wilfried Sterck vom städtischen Gebäudemanagement, zuversichtlich. Geplant wurde das 1,6 Millionen Euro teure Gebäude vom Aachener Architekturbüro Voigt-Weiss.

Auch dieser Bau hat einen „Mantel“ aus mehr als 30 Zentimeter dickem Dämmmaterial verpasst bekommen, erläutert Klaus Schavan, Technischer Leiter des Gebäudemanagements. Energetisch erfüllt das neue Sandhäuschen damit den „Aachener Standard“ für städtische Neu- und Umbauten: Beim Energieverbrauch werden die geltenden gesetzlichen Vorgaben deutlich unterschritten. Das Haus erreicht beinahe Passivhaus-Standard.

Jeder der beiden Gruppenräume wird eine Terrasse haben. Die leuchtend grünen Kunststoffplatten an der Fassade sind in diesem Bereich mit Bedacht gewählt. „Die sind robust und pflegeleicht“, sagt Sterck, „da können die Kinder auch mal mit dem Bobbycar dagegenfahren.“

Neubau war umstritten

Das neue Sandhäuschen wird komplett barrierefrei sein. Der Aufzug soll in den nächsten Tagen geliefert werden. Der Bürgersaal im Obergeschoss bekommt eine bewegliche Trennwand. Damit kann ein Teil des Raums abgetrennt werden. So entsteht für die Kindertagesstätte ein Zimmer, das zum Beispiel für Elterngespräche genutzt werden kann. Denn als Familienzentrum macht die Kita auch Beratungsangebote. Während der Bauzeit ist die Kita Sandhäuschen provisorisch an der Schurzelter Straße untergebracht. Nach dem Umzug Ende Mai werden im neuen Sandhäuschen 44 Betreuungsplätze zur Verfügungen stehen, davon zwölf für unter Dreijährige.

Der Neubau war im Vorfeld durchaus umstritten. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Laurentiusberg“ übten massive Kritik an dem Projekt. Sie sahen zum Beispiel das denkmalgeschützte Gut Barriere direkt nebenan stark beeinträchtigt.

Und der 65 Quadratmeter große Bürgersaal im Obergeschoss, monierten die Kritiker, sei viel zu klein. Sie plädierten dafür, den Neubau auf dem Gelände des abgerissenen Sandhäuschens zu errichten. Dort allerdings sollen demnächst auf gut 1,6 Hektar Grund neue Wohnhäuser und eine barrierefreie Wohnanlage entstehen.

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