Aachen - Endstation Aachen: Der Streik in Belgien sorgt für Frust

Endstation Aachen: Der Streik in Belgien sorgt für Frust

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
Da kann auch die Deutsche Bahn
Da kann auch die Deutsche Bahn nichts machen: Wegen des Streiks in Belgien war für viele Reisende am Aachener Hauptbahnhof Endstation. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Endstation Aachen: So hieß es am Donnerstag am Aachener Hauptbahnhof für alle Reisenden, die mit der Bahn in Richtung Belgien reisen wollten. Denn wegen Generalstreiks in unserem Nachbarland ging auf der Schiene nichts mehr, alle Züge, die durch das Nachbarland rollen sollten, fielen aus.

Zwar trugen die Reisenden, die im Hauptbahnhof strandeten, die Zugausfälle größtenteils mit Fassung, Ärger und Frust waren allerdings auch zu finden.

„Mehr als ärgerlich”

Edwin King saß wie viele andere vorerst am Bahnhof fest. Aus Hannover kommend wollte er über Aachen nach London reisen. „Verständnis habe ich dafür nicht. Vor allem der Zeitpunkt ist mehr als ärgerlich”, sagte King. Eigentlich wollte er mit dem Eurostar auf die britische Insel fahren.

Nun galt seine Hoffnung den eigens bereitgestellten Einsatzbussen. Die sollten ihn und andere Reisende zumindest in die belgische Hauptstadt bringen. „Ich weiß aber auch noch gar nicht, wie es dann in Brüssel weitergeht. Wer weiß, ob ich überhaupt noch von dort wegkomme”, sagte King. Aus seinem Ärger will er Konsequenzen ziehen: „Das war das erste und letzte Mal, dass ich mit dem Eurostar fahre.”

Wie ihm sei es vielen Reisenden ergangen, hieß es am Schalter der Bahn. Viele wollten wissen, wie es weitergeht. Die einfache, wie enttäuschende Antwort: Gegen den Streik in Belgien kann die Deutsche Bahn auch nichts machen. Das Schalterpersonal verwies auf die Einsatzbusse. Auch wer nur wenige Kilometer hinter die Grenze musste, konnten nicht auf den Öffentlichen Personennahverkehr bauen. Auch die Linienbusse fuhren Donnerstag in Belgien nicht.

Birgit Mohring kam aus entgegengesetzter Richtung. Da ihr klar war, dass sie mit öffentlichen belgischen Verkehrsmitteln nicht vorwärts kommen würde, ließ sich die Brüsselerin mit dem Auto bis zum Aachener Hauptbahnhof bringen. Und nun? Sie wollte nach Köln, aber gilt die Fahrkarte nun auch für einen anderen ICE? „Ich bin sehr früh losgefahren, deshalb hoffe ich, dass ich rechtzeitig in Köln bin”, sagte Mohring. „Das hat aber eine ganze Menge Nerven gekostet. Ich bin schon frustriert. Das ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt zum Streiken.”

Auch ein Geschäftsreisender hielt den Zeitpunkt kurz vor den Festtagen für denkbar ungünstig. „Ich habe dafür kein Verständnis. Ich will nicht beurteilen, ob der Streik angebracht ist oder nicht, aber das so kurz vor Weihnachten zu machen, ist blöd. Damit macht man sich keine Freunde in der Bevölkerung”, sagt er.
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