Endlich sticht das Piratenschiff wieder in See

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Spielplatz ahoi! Das Piratenschiff auf dem Gelände des Kinderschutzbunds kann wieder genutzt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Das sieht cool aus. Es riecht gut. Wir spielen da total gerne. Auch Mutter-Vater-Kind.“ Souhaila (8) gehört zu den Kindern, die gerne zum Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“ des Kinderschutzbunds kommen. Seit Donnerstag können die Kinder wieder auf dem Piratenschiff spielen. Nachdem es eineinhalb Jahre für alle Piraten gesperrt war, stach es nun wieder in See.

10.000 Euro hat die Sanierung gekostet. „Bei der Finanzierung hatten wir großes Glück“ sagte Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, anlässlich der Wieder-Inbetriebnahme des Schiffes. 10.382 Klicks auf Facebook hatten dem Abenteuerspielplatz nämlich schon mal 5000 Euro gesichert. Dieses Geld kam von der Fanta-Spielplatzinitiative, die im letzten Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem TÜV Rheinland ins Leben gerufen wurde.

Ziel der Initiative ist es, Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, wie wichtig freies und kreatives Spielen für die geistige, soziale und motorische Förderung eines Kindes ist. Deshalb setzt sich die Spielplatz-Initiative langfristig für kreatives und sicheres Spielen ein und unterstützt deutschlandweit Sanierungen von Spielplätzen. „Die restlichen 5000 Euro spendet Jürgen Schulz-Wachler. Er ist uns seit Jahren verbunden und Gönner des Abenteuerspielplatzes“, sagte Weyer.

Seit September war gebaut und entworfen worden. Abteuerspielplatz-Mitarbeiter Harry Hochradl hatte gesägt, gehämmert, genagelt, hatte entworfen und immer wieder gebaut. „Ich habe aus dem Kopf gebaut, ohne Plan“, sagte der Baumeister. „Das war die größte Herausforderung.“ Auf dem 15 Meter langen, rund vier Meter breiten und 3,80 Meter hohen Schiff ist jetzt alles das zu finden, was ein Piratenschiff braucht: Ein Steuerrad, Kanonenklappen, eine Kapitänskajüte und ein Balkon.

Eine Kletterwand muss noch vervollständigt und ein Kriegslabyrinth unter Deck noch ausgebaut werden. Auch der Anker fehlt. „Aber das sind Kleinigkeiten, die wir bald erledigt haben“, sagte Miriam Hartmann, Leiterin des Abteuerspielplatzes. Sie ist die auf dem 10.000 Quadratmeter großen, naturnah-gestalteten Gelände sozusagen der Oberpirat.

Das Besondere am Schiff sind die unterschiedlich eingerichteten Zonen: „Da können Kinder ruhigen Arbeiten nachgehen, während andere toben“, erzählte Miriam Hartmann. Die Kinder lieben den häufigen matschigen Platz in der Siedlung Daheim 11. So wie Maurice. „Ich bin immer auf dem Spielplatz, wenn offen ist. Nun werde ich immer auf dem Schiff sein, weil das wirklich toll ist“, sagte der Siebenjährige, der auch gerne Pirat auf dem Schiff spielt.

Geöffnet ist der Abenteuerspielplatz montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie in den Ferien montags bis freitags zwischen 13 und 17 Uhr.

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