Aachen - Endlich im Café Life entspannt surfen können

Endlich im Café Life entspannt surfen können

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Freuen sich über das drahtlose und kostenlose Internet: Die Besucher und Mitarbeiter des Café Life im Lebenshilfe-Haus. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Niklas schaut sich am liebsten Musikvideos auf Youtube an. Melanie hingegen ist viel mehr daran interessiert, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen so entwickeln wird. „Der Regen kommt”, ist ihr nüchternes Resümee. Aber vielleicht ändert sich das ja noch. Sie kann sich schließlich auf dem Laufenden halten, das Internet bietet Informationen rund um die Uhr zu sämtlichen Interessen.

Im Internet surfen - das konnten Niklas und Melanie bisher nur zu Hause. Doch seit ein paar Tagen ist das auch an dem Ort möglich, an dem sie mindestens genauso viel Zeit verbringen und sogar arbeiten: dem Café Life im Lebenshilfe-Haus in der Adenauerallee.

Ängste nun gebannt

Mit dem Angebot wollen die Verantwortlichen den Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung noch attraktiver gestalten. Kosten- und drahtlos im Netz surfen - das ist nun möglich dank der Unterstützung vom Netzwerkhersteller Lancom und der Telekommunikationsgesellschaft Net Aachen.

Mit dem Bau des Freizeit- und Begegnungszentrums wurde zwar eine Internetanbindung verlegt, jedoch nicht genutzt. „Unsere Angst, dass die Filter, etwa gegen Kinderpornographie, nicht ausreichen oder Trojaner aus dem Café von fremden Besuchern verschickt werden, war zu groß”, erzählt der Geschäftsführer der Lebenshilfe Aachen, Herbert Frings.

Jetzt wird der W-Lan-Hotspot auf Dauer von Net Aachen betrieben und betreut, verspricht der Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Andreas Schneider - und Herbert Frings kann ruhig schlafen.

Sehen kann man den Router nicht. Er steht versteckt in einem Schrank in einem Nebenraum, doch aufgrund der ausreichenden Bandbreite ist das Signal im gesamten Untergeschoss zu empfangen.

Laptops bekommen die Menschen mit Behinderung, nach vorheriger Anmeldung, kostenlos von der Lebenshilfe für das Surfen im Internet gestellt. „Für einige der von uns betreuten Menschen sind PCs und das Internet zu ganz wichtigen Medien geworden, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, Informationen zu beschaffen oder ganz einfach zu spielen oder Musik zu hören”, so Herbert Frings weiter.

Chance für die Integration

Doch auch Menschen ohne Behinderung sind herzlich eingeladen, den Internet-Hotspot im Lebenshilfe-Haus kostenlos zu nutzen. Herbert Frings sieht darin auch eine große Chance für die Integration. Begegnungen schaffen, mehr Integration erreichen und dadurch die Möglichkeit für neue Kontakte schaffen - das alles soll auch mit dem kostenlosen Internet möglich werden. „Geschäftsleute könnten etwa zwischen ihren Terminen in Aachen in das Café kommen, etwas essen und dabei ihre E-Mails bearbeiten”, nennt Andreas Schneider ein Beispiel.
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