Ende des Möbel-Shops wohl nicht mehr zu verhindern

Von: gei
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Aachen. Die erhoffte Rettung in letzter Sekunde scheint nicht mehr zu gelingen. Für den heutigen Dienstag hat der Insolvenzverwalter des Eilendorfer Sozialkaufhauses „Aachener Möbel-Shop“, André Seckler, erneut zur Mitarbeiterversammlung eingeladen. Einen Tag vor Heiligabend rechnen alle Beschäftigten damit, dass Seckler ihnen die Kündigung in die Hand drücken wird. Betroffen sind 19 Festangestellte und 50 Teilnehmer öffentlich geförderter Beschäftigungsmaßnahmen.

Das Aus für den Möbel-Shop, der einerseits ALG-II-Empfängern wieder eine Berufsperspektive gab und in dem andererseits Bedürftige günstig einkaufen konnten, ist unter anderem auf Arbeitsmarktreformen zurückzuführen, die noch die frühere Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen angestoßen hat und die nun vom Jobcenter vor Ort umgesetzt werden. In Aachen wird es aufgrund des von den Fallmanagern des Jobcenters gemeldeten Stellenbedarfs künftig demnach nur noch ein Sozialkaufhaus geben – das der Wabe am Freunder Weg.

Aus Sicht der Linken ist dies auch ein Politikum, um das sich Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (beide CDU) viel zu spät gekümmert hätten. Doch auch der am Montag versandte Aufruf der Linken, zügig einen Runden Tisch zur Rettung des Sozialkaufhauses einzurichten, „um sämtliche Handlungsoptionen zu prüfen, die eine Weiterführung des Kaufhauses sicherstellen“, dürfte nun zu spät kommen. „Warum hat man die politischen Gremien nicht rechtzeitig informiert, um gemeinsam einen Ausweg zu finden?“, fragt verärgert der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko.

Im Stich gelassen fühlen sich auch die Beschäftigten, deren Hilferufe an Politik und Verwaltung ungehört verhallten.

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