Aachen - Elli: Vom „Superstar” zur emanzipierten Sängerin

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Elli: Vom „Superstar” zur emanzipierten Sängerin

Von: Verena Tesch
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Ex-DSDS-Gewinnerin Elisabeth M
Ex-DSDS-Gewinnerin Elisabeth Maria Erl (32), besser bekannt als Elli, macht am Freitag, 8.Juli, Station im Jakobshof.

Aachen. Neben den Vertretern des guten alten Jazz in den Kurparkterrassen, dem „Franz” am Marschiertor und der Klangbrücke am Bushof sind am Freitag zwei deutsche Pop-Künstler in Aachen zu Gast, die ebenfalls ein spezielles Publikum ansprechen dürften.

Elli Erl, mit bürgerlichem Namen Elisabeth Maria Erl, hat 2004 das Finale der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar” gewonnen. Nachdem sie bis dahin schon seit einigen Jahren an der Karriere ihrer Band „Panta Rei” feilte, nutzte sie mit Kalkül diese Plattform, um ein Millionenpublikum auf sich aufmerksam zu machen - mit Erfolg: Noch im selben Jahr entstand in Folge das Album „Shout it out”, das hauptsächlich aus Eigen- und Bandkompositionen besteht.

Einige stammen auch aus der Feder so prominenter Songschreiber wie Guy Chambers (u.a. Robbie Williams) und Rea Garvey (Raemonn). Ihre Kooperation mit Dieter Bohlen beendete Elli Erl bereits kurz nach der ersten Single-Auskopplung „This is my life”. 2005 nahm sie sich eine musikalische Auszeit, um ihr erstes Staatsexamen (Lehramt für Realschule) in Musik und Sport abzulegen. Das Album „Moving on” produzierte sie 2007 mit erfahrenen Partnern wie Gary Baker und Anthony Little aus Nashville.

Ihr aktuelles Werk „Human” (2009) erschien bei ihrem eigenen Label „1773 Records” und stellt für die hartnäckige Sängerin die Emanzipation ihrer musikalischen Persönlichkeit dar, nachdem das Album nach DSDS von vielen kommerziellen Kompromissen geprägt war. So sind die meisten Songs wieder selbst geschrieben und erzählen Ellis eigene Geschichten. Der Verzicht auf Überproduktion und das Bekenntnis zu Ecken und Kanten charakterisieren das lang ersehnte Werk, das die unterschiedlichen Facetten der Sängerin gut abbildet und einen offensichtlichen Nashville-Sound (Country-Einfluss) aufweist.

So spielte sie teils selbst Klavier, Gitarre, Mundharmonika und Akkordeon ein und arbeitete nach ihren klaren Vorstellungen mit Produzenten aus Florence in Alabama zusammen. Hier zeigt sich die Handschrift einer Sängerin, die sich nicht als reines Medienmaschinerie-Produkt begreift, sondern sich selbst verwirklichen will.

Ein etwas bunterer und ziemlich schräger Vogel taucht in der Freitagnacht im Musikbunker im Rahmen der Gobananas-Party auf. Christian Steiffen, der selbst ernannte „Gott of Schlager”, ist sich für (fast) nichts zu schade.

Offenherzige Texte

Offenherzige, ein- und zweideutige Texte und der ungebrochene Glaube an die Liebe kennzeichnen seine One-Man-Trash-Show mit Instrumentierung vom Band, eine Mischung aus Guildo Horn und Udo Jürgens, eigentlich aber unverwechselbar in seiner schonungslosen Ehrlichkeit und dem selbst attestierten „übernatürlichen Selbstbewusstsein”: eher seichte Unterhaltung für Freunde von Titeln wie „Sexualverkehr”.

Konzertüberblick: Schlager Pop und Jazz

Freitag, 8. Juli: Jakobshof: Elli Erl (DSDS-Siegerin 2004) 20 Uhr, Musikbunker: Christian Steiffen („Gott of Schlager”) 23 Uhr.

Samstag, 9. Juli: Klangbrücke: Stephanie Wagners Quinsch (Jazzquintett mit Querflöte) 20 Uhr.

Sonntag, 10. Juli: Kurparkterrassen: Jazz Matinée mit Echoes of Swing 11 Uhr, Kurparkterrassen: Michalke & Friends (Jazz) 20 Uhr.

Montag, 11. Juli: Franz: Nordhausen/Michalke (Jazz-Eigenkompositionen und Interpretationen) 20 Uhr.

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