Elefanten stürmen die Kölner Domplatte

Von: Paul Aehling
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Bei der Jag - der jungen Greenpeace-Gruppe in Aachen - gibt es immer was zu tun. Auch Hannah Kraus und Dominik Becker setzen sich mit rund 15 anderen aktiven Mitgliedern für Natur und Umwelt ein. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Platz ist voll mit Kostümierten. Gorillas, Elefanten und Eisbären toben vergnügt auf der Kölner Domplatte. Sekunden später jedoch liegen sie wie tot am Boden. Kein Gorilla brüllt mehr, kein Elefant hebt seinen Rüssel.

Diese verabredete und etwas skurrile Aktion junger Leute - ein Flashmob - war aber keinesfalls eine spontane Karnevalsversammlung. Das Schauspiel sollte die Passanten wachrütteln und auf das Artensterben im tropischen Regenwald aufmerksam machen.

Auch Hannah Kraus und Dominik Becker aus Aachen haben an diesem Tag auf der Domplatte gelegen. Geplant haben die beiden 18-Jährigen die Aktion mit ihrer Jag oder auch Greenjag - so heißen die Jugend-Arbeitsgruppen von jungen Greenpeace-Aktivisten.

„Viele coole Aktionen”

„Wir setzen uns unter anderem gegen Atomkraft und Gentechnik, für erneuerbare Energien und den Frieden ein”, erklärt Hannah, die regelmäßig an Infoständen Unterschriften sammelt. Aber natürlich sei das nicht alles, macht Dominik deutlich. „Wir machen viele coole Aktionen, welche wir dann auch nutzen, um über diese klassischen Greenpeace-Themen zu informieren. Beim jährlichen âGreen BeatzÔ-Konzert, zum Beispiel.”

Das kostenfreie Festival junger lokaler Bands soll dieses Jahr auch wieder in Aachen stattfinden. Dafür brauche es aber noch viele Helfer, über die Hannah, Dominik und Kollegen sich immer freuen. Auch für regionale Themen setzt sich die Greenpeace-Jag ein. Unter anderem hat die Aachener Gruppe zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) letztes Jahr eine Fahrraddemo organisiert: für mehr und bessere Fahrradwege in der Stadt.

„Natürlich haben wir dann auch auf den niedrigen CO2 Ausstoß aufmerksam gemacht, aber hauptsächlich ging es uns wirklich um die Fahrradwege”, erwähnt Dominik. Dafür mussten die Jugendlichen auch viel Planen und in die Wege leiten. Hannah: „Der Bürokram gehört selbstverständlich auch dazu. Durch die verschiedenen Aktionen kann man das echt gut lernen.”

Ohne gründliche Organisation könnte auch der Klimaparcours nicht jährlich im Welt-Haus an der Schanz, wo die Aachener Jag sich regelmäßig trifft, stattfinden. Hier erfahren Besucher an verschiedenen Stationen Interessantes über die Aktionen der Jag oder auch, wie man Energie sparen könne. „Die Greenpeace Sachen fand ich schon immer cool. Dann hab ich übers Internet Kontakt mit der Jag aufgenommen und hab mal vorbeigeschaut”, erzählt Dominik, der schon vier Jahre bei Greenpeace mitwirkt.

Auch Hannah hat sich früh für den Umweltschutz interessiert und über das Netz zu den etwa 15 aktiven Aachener Greenpeace-Leuten gefunden. Mitglieder, die gelegentlich mitwirken, gebe es aber noch viel mehr. „Je nachdem, wie aktiv jeder Einzelne an einem Projekt mitmacht, kann es auch schon mal sein, dass man Zuhause noch ein Banner malen oder herumtelefonieren muss”, informiert Dominik.

„Ein großer Schritt”

Und wenn die Truppe am Ende Erfolg hat, dann zeige es, dass sich der Aufwand gelohnt habe. „Dass die Stawag sich jetzt doch nicht am Kohlekraftwerk in Krefeld beteiligen möchte, ist ein großer Schritt für uns”, gibt Hannah als Beispiel.
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