Aachen - Einsatz für Arbeitslose steht an erster Stelle

Einsatz für Arbeitslose steht an erster Stelle

Von: Martina Stöhr
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Zogen zum 20-jährigen Bestehen Bilanz: von links Ute Schneider, Schulleiterin Petra Klees und Claudia Faßbender. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die nachhaltige Integration von Menschen mit Behinderung und von Jugendlichen mit sozialen Problemen in die Arbeitswelt sind die Schwerpunkte der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) in der Sophienstraße.

 Jugendbildung und Jugendförderung sind laut Akademieleiterin Petra Klees ein ganz großes Thema. Zum 20-jährigen Bestehen ließ sie die Geschichte der Einrichtung noch einmal Revue passieren.

Rund 10 000 Menschen wurden hier in den vergangenen Jahren gecoacht. Lag das Augenmerk in den Anfängen vor allem auf der Weiterbildung für Akademiker, änderte sich das Profil mit der neuen Muttergesellschaft. Die wohnortnahe Rehabilitation von Arbeitslosen in Betrieben der Region steht heute an erster Stelle.

Die FAW sei in der gesamten Region groß aufgestellt, meint Klees. Es gibt neben dem Standort Aachen Akademien in Düren, Jülich, Geilenkirchen und Alsdorf. Mit Partnern wie der Bundesagentur für Arbeit sorgt die Akademie für Maßnahmen, die dazu beitragen, Menschen mit Behinderungen und Jugendliche mit Problemen in die Arbeitswelt zu integrieren.

Für Schwerbehinderte

Projekte gibt es laut Petra Klees viele. 2009 beispielsweise startete ein Integrationsprojekt, bei dem eine Gebäudereinigungsfirma gegründet wurde, in der zu 50 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung arbeiten. Daneben bemüht sich die Akademie immer wieder, in Absprache mit Firmen Arbeitsplätze zu kreieren, die passgenau auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sind. Sie sollen so ihre Nische in der Arbeitswelt finden.

Seit 2008 bietet das Berufskolleg für Gebäudetechnik in der FAW eine Ausbildung in zwei Jahren an. Der Schulleiter Hans-Ulrich Engels ist 83 Jahre alt und setzt sich noch immer unermüdlich für eine praxisnahe und auf selbstständigem Arbeiten basierende Ausbildung ein. Der Erfolg ermuntert ihn, weiterzumachen, so lange es eben geht. Das Lernen in der beruflichen Praxis – wohnortnah und individuell – steht bei der FAW immer im Mittelpunkt.

Zum 20-Jährigen trafen sich die Akteure in der Spohienstraße, um zu feiern. Seit 2006 ist die Akademie dort beheimatet. Begonnen hat alles im Technologiezentrum. Auf dem Festprogramm stand auch ein Film über die berufliche Rehabilitation für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen im Tageszentrum der FAW in Leipzig.

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