Aachen - Einige Gewerbegebiete werden besser ans Busnetz angeschlossen

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Einige Gewerbegebiete werden besser ans Busnetz angeschlossen

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Busverkehr in Aachen soll durch verschiedene Änderungen im Fahrplan 2010 attraktiver werden.

So sollen durch bessere Verknüpfungen zu den Stoßzeiten und Schnellbusse Pendler zum Umsteigen auf den Öffentlichen Personennahverkehr bewegt werden, aber auch für Einkäufer und Touristen sollen verbesserte Angebote gemacht werden.

Höchst erwünschter Nebeneffekt: Eine Verringerung des Schadstoffausstoßes als Beitrag zur Luftreinhaltung. Allerdings haben die Verbesserungen ihren Preis: 246.000 Euro sind aus dem maroden Stadtsäckel zu zahlen, das entspricht der zusätzlichen Fahrtstrecke von 286 000 sogenannten Nutzwagenkilometern. Pro Kilometer veranschlagt die Aseag nach dem geltenden Umlageschlüssel einen Preis von 86 Cent.

So wird unter anderem eine neue Busverbindung vom Bahnhof Rothe Erde über die Innenstadt und den Westbahnhof zum Hochschulerweiterungsgebiet und zum Uniklinikum eingeführt. Um mehr Firmen zu locken, sich den Job-Ticket-Angeboten anzuschließen, sollen diverse Gewerbestandorte besser an das Busnetz angebunden werden, etwa in Eilendorf-Süd, an der Krefelder Straße und im Gewerbegebiet Aachener Kreuz mit einer Angebotsverdichtung auf der Jülicher Straße. Auch das Schnellbussliniennetz soll ausgebaut werden, und zwar besonders auf den Linien 25 und 35.

Bei den Nachtbussen soll das Angebot in Richtung Herzogenrath und Stolberg ausgedehnt werden, außerdem die Querverbindung zwischen Brand und Eilendorf auch außerhalb der Schulzeiten gefahren werden. Auch der Bahnhof Eilendorf und der Ortsteil Nirm werden in 2010 häufiger von den Großfahrzeugen der Aseag angesteuert, ebenso wird der Westbahnhof besser an das Hochschulgebiet und die Studentenwohnheime auf der Hörn angeschlossen.

Zurückgestellt wurden vorläufig jedoch zwei Vorschläge der Aseag. Einmal die Verbesserung der Busverbindung zum Dreiländerpunkt in Vaals, die umsteigefrei und bequemer gestaltet werden soll. Hier will man erst klären, ob sich die Gemeinde Vaals an der Finanzierung beteiligt. Auch eine neue Citybuslinie zur besseren Erschließung des Stadtkerns mit Markt/Dom und Rathaus wurde zurückgestellt, bis die finanziellen Auswirkungen der geplanten Einrichtung eines City-XL-Tarifs geklärt sind.

Der Verkehrsausschuss billigte die Verbesserungen einstimmig. Im Vorfeld hatte ein interfraktionelles Gespräch zu dem Thema stattgefunden.

SPD Burtscheid fordert eine Korrektur

Die SPD Burtscheid fordert ein Anfahren der Linie 11 an der Haltestelle Rathenauallee auch nach 23 Uhr. Nach Protesten im Bereich Kalverbenden war vor Monaten beschlossen worden, die Linie 11 nachts (ab 22.57 Uhr) dort herauszunehmen.

Vor allem ältere Menschen beklagen sich nun, dass ihr Wohngebiet zu früh von der Stadt abgeschnitten ist und sie sich in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sehen.

Die SPD unterstützt den Wunsch nach einer Korrektur des Fahrplans und macht am kommenden Mittwoch, 26. August, 12 Uhr, einen Informationsstand zu diesem Thema in der Bayernallee, Haltestelle Rathenauallee.

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