Aachen - Eine-Welt-Forum will global etwas verändern

Eine-Welt-Forum will global etwas verändern

Von: Maximilian Schepp
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Aachen. Ein großes Jubiläum darf in diesem Jahr das Eine-Welt-Forum feiern. Bereits seit 30 Jahren setzt sich die Aachener Organisation nun schon für die sogenannte Dritte Welt ein.

Vorstandsmitglied Jürgen Jansen erzählt, dass seinerzeit in Aachen eine sehr wilde und engagierte Szene zugange war, die sich mit den Entwicklungsländern beschäftigte. „Ein jugendlicher Elan, den man heute sehr vermisst“, erinnert sich Jansen. Er wünscht sich für die Zukunft ein größeres Interesse von Jugendlichen, aktiv an den Projekten mitzuwirken.

Jan Salzmann, der seit 1988 beim Eine-Welt-Forum mitwirkt und mittlerweile auch Vorstandsmitglied ist, ist erfreut über den Erfolg der Organisation: „Früher wurde das Forum noch institutionell betrieben, damals gab es nur vier Aktenordner und ein Finanzvolumen von fünf- bis sechstausend Mark.“

Heute besitzt das „Eine-Welt-Forum 18 Mitgliedsgruppen und vier feste Mitarbeiter sowie Praktikanten. „Inzwischen haben wir um die 120.000 Euro Jahresumsatz und eine wesentlich bessere Organisationsstruktur“, erzählt Salzmann. Eines hat sich jedoch nicht verändert: das Ziel, global etwas zu verändern, aber auch die Gesellschaft lokal zu sensibilisieren für die Probleme der „Dritten Welt“.

Das ehemalige Gründungsmitglied Johannes Kube gräbt in seinen Erinnerungen: „Auslöser war, dass wir erregt waren von den groben Verletzungen der Menschenrechte in den südlichen Ländern. Wir wollten die Bevölkerung da­rauf aufmerksam machen, was dort vorgeht.“ Daraus ging Ende Dezember 1983 die Gründung des damals noch „Dritte Welt Forums“ hervor. Die Idee war damals die Vernetzung mit der Politik. „Auch aus den Parteien kam etwas zurück“, erklärt Kube.

„Zu der Umbenennung der Organisation kam es dann, weil man viel darüber nachdachte und sich schließlich einig war, dass es doch nur diese eine Welt gibt“, begründet Mona Pursey, Promotorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine-Welt-Forum, den heutigen Namen der Organisation. Das Eine-Welt-Forum kann auch auf einige erfreuliche Ergebnisse zurückblicken, wie Pursey erklärt. So habe unter anderem der Spruch „Global denken – lokal handeln“ das Eine-Welt-Forum damals bekannt gemacht.

Eine Partnerschaft mit einem Fischerdorf und zahlreiche Seminare zu Themen wie „Woher kommt die Kokosnuss“ oder „Wie viel bekommt ein Bauer für eine Tafel Schokolade“ stehen beispielhaft für den Erfolg der Organisation.

Doch auch die Mitgliedsgruppen haben Teil am Erfolg: So setzt sich die Organisation „Disha“ für zwei indische Mädchenschulen ein und der Deutsch-Vietnamesische Freundeskreis für interkulturelle Bildung ein. Dazu gehören unter anderem Sprachunterricht sowie die Möglichkeit eines Auslandsjahres in Vietnam.

Das Eine-Welt-Forum lädt schon jetzt ein, das 30-Jährige am 30. August gebührend zu feiern. Die Gäste dürfen sich dann unter anderem auf eine Koch-Show, Tanz Musik sowie zahlreiche weitere Angebote freuen.

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