Eine Welt Forum Aachen: Die Suche nach dem guten Leben

Von: Thorsten Vierbuchen
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Wunschliste: Andrea Milcher, Jan Salzmann und Maryam Aliakbari interessieren sich für die verschiedenen Vorstellungen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wie ist ein gutes Leben für alle möglich? Diese Frage beinhaltet sowohl philosophische als auch praktische Aspekte, wobei letztere unter dem starken Einfluss von Konsumsteigerung und Wirtschaftswachstum stehen.

Im Rahmen des Projektes „Gutes Leben 2.0“ rücken das Eine Welt Forum Aachen und weitere Träger dieses Thema mit einer Lernstation, einer Philosophischen Veranstaltungsreihe sowie Multiplikatorenschulungen in den Fokus. Das zweieinhalbjährige Projekt richtet sich an Schulen, Studierende und junge Erwachsene.

„Das Eine Welt Forum Aachen beschäftigt sich seit Jahren mit Gerechtigkeitsfragen. Es besteht eine große Lücke zwischen dem Wissen über Ungerechtigkeiten, zum Beispiel schlechten Arbeitsbedingungen, und dem aktiven Handeln, um diesen zu begegnen“, erläutert Jan Salzmann, Vorstand des Eine Welt Forums, den Ursprung des Projektes.

Das Eine Welt Forum Aachen führt das Projekt „Gutes Leben 2.0“ gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Aachen, dem Jugendreferat des evangelischen Kirchenkreises Aachen, der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen, dem Institut für Philosophie und Diskurs Logoi, der Volkshochschule (VHS) Aachen und dem Weltladen Aachen als Träger durch. Die Finanzierung erfolgt durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie „Brot für die Welt“ und den Katholischen Fonds.

„Der Name des Projektes, das bis Ende August 2018 gehen wird, ist Programm. Wir wollen der Frage nachgehen, wie ein gutes Leben für alle aussehen kann“, betont Andrea Milcher, Projektleiterin „Gutes Leben 2.0“. Im Vorfeld seien keine festen Inhalte bestimmt worden, damit man die Ideen der Teilnehmer aufgreifen könne, beschreibt Salzmann die Ausrichtung des Projektes.

„Wir haben Befragungen durchgeführt, bei denen die unterschiedlichsten Vorstellungen von einem guten Leben zum Ausdruck gekommen sind. Neben bodenständigen Aspekten wie einem Arbeitsplatz und einer Familie, wurde häufig auch Engagement für andere Menschen als Bestandteil eines guten Lebens genannt“ so Salzmann. Ziel sei es daher, ein Netzwerk aufzubauen, innerhalb dessen sich junge Menschen über ihre Vorstellungen austauschen können und aktiv zu Verbesserungen beitragen können, ergänzt Milcher.

Das Projekt beinhaltet eine interaktive Lernstation, die Philosophische Veranstaltungsreihe PhilAixchange sowie Multiplikatorenschulungen für die schulische Bildungsarbeit und kreative Aktionen. „Bereits im Oktober dieses Jahres beginnt die erste Multiplikatorenschulung zum Thema „Globales Lernen“, die ein weiteres Mal im Herbst 2017 stattfinden wird“, so Milcher.

Ab Januar nächsten Jahres startet eine interaktive Lernstation zu Konsum, Wachstum und Alternativen. „Es wird dabei eine Einkaufssituation simuliert, bei der die Schüler am Ende anstelle eines Preises eine Quittung erhalten, auf der sich die verwendeten Ressourcen sowie die Arbeitsbedingungen finden, unter denen die ausgewählten Produkte entstanden sind“, beschreibt Milcher.

Für Frühjahr 2017 sei die erste Multiplikatorenschulung für kreative Aktionen, Projektplanung und Social Media geplant. „Bei diesen Schulungen geht es um die Techniken und Methoden, die bei der Umsetzung von Aktionen benötigt werden“, so Milcher weiter. Mit der Philosophischen Veranstaltungsreihe PhilAixchange, die das Eine Welt Forum gemeinsam mit der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen, Logoi und der VHS Aachen durchführt, werde auch der Aspekt der Sinnsuche aufgegriffen. „Kurze provokante Vorträge sollen einen Impuls für den Austausch unter den Teilnehmern geben“, betont Salzmann.

Alle Flyer und Infos seien auf der Homepage www.gutesleben-aachen.de zu finden, sagt Maryam Aliakbari, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes. „Auf der Homepage können sich Interessierte direkt über ein Onlineformular anmelden“, so Aliakbari.

Zudem ist der Kontakt per E-Mail unter info@gutes-leben.de und telefonisch unter 02402/7098886 möglich.

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