Aachen - Eine tierische Bescherung im Musikbunker

Eine tierische Bescherung im Musikbunker

Von: Nina Krüsmann
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Benefizveranstaltung im Musikbunker zugunsten des Tierschutzes: Insgesamt 3309,43 Euro kamen zusammen, 2569,64 Euro an Eintrittsgeldern und Einnahmen sowie 739,79 Euro an Spenden. Katrin Strauch nimmt die Spende gerne von Lars Templin entgegen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Musik für den Tierschutz“ – unter diesem Motto stand das Wohltätigkeitsmusikevent „Go Bananas for Animals“ im Aachener Musikbunker. Im Oktober hatten hier rund 300 Besucher fröhlich gefeiert. Der Erlös kommt komplett dem Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. zugute. Für die Spendenübergabe traf sich die Tierschutzbeauftragte Katrin Strauch vom Tierschutzverein jetzt mit dem Geschäftsführer vom Musikbunker Aachen, Lars Templin, an der Goffartstraße.

Insgesamt 3309,43 Euro kamen zusammen, bestehend aus 2569,64 Euro Eintrittsgeldern und Einnahmen sowie 739,79 Euro Spenden.

Der Musikbunker stellte nicht nur die Räumlichkeiten, die Mitarbeiter arbeiteten auch noch unentgeltlich. Zahlreiche Sponsoren unterstützten die Veranstaltung darüber hinaus. „Wir wollten mit der Musik auf die wichtige Arbeit des Tierschutzvereins aufmerksam machen“, erklärt Templin.

Der Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. hat es sich seit 1995 zur Aufgabe gemacht, umfassende Tierschutzarbeit in Aachen und Umgebung zu betreiben. Auf einem Hof in Stolberg finden Großtiere wie Pferde, Esel und Schafe ein Zuhause auf Lebenszeit.

„Solche Tiere haben keine große Lobby wie Hunde oder Katzen. Sie sind aufgrund von Alter und/oder Krankheit ohnehin nur schwer vermittelbar“, erklärt Strauch. Der Tierschutz sei jeden Tag eine neue Herausforderung. „Man erlebt viele Höhen und Tiefen und stößt emotional oft an seine Grenzen. Aber jedes gerettete Tier gibt einem wieder Mut und Kraft, weiter zu kämpfen“, betont Nicole Kuhn, Vorsitzende des Tierschutzvereins Kreis Aachen.

Der „Tierschutzabend“ im Musikbunker sei sehr positiv verlaufen. „Die Gespräche waren allesamt sehr nett, und ich war vor allem erstaunt darüber, dass die meisten Interessierten sich vor allem nach unseren Kuhdamen erkundigt haben und es toll fanden, dass auch solche Tiere die Chance auf ein artgerechtes Leben bekommen“, erzählt Kuhn. Das habe ihr gezeigt, dass sich auch junge Menschen Gedanken darüber machen, dass Nutztiere nicht nur Milch- und Fleischlieferanten sind, sondern tatsächlich auch fühlende Wesen.

„Wenn dieses Bewusstsein bei einigen Leuten geweckt wird, ist schon wieder ein Stück Weg gegangen“, freut sich die Vorsitzende. Die Hilfe für alle Vierbeiner sei wichtig: „Wir erhalten leider für unsere Arbeit keine Unterstützung von staatlicher oder kommunaler Ebene, zumal wir uns auf den Schutz von Groß- und Nutztieren spezialisiert haben. Leider genießen diese Tiere in der breiten Öffentlichkeit noch weniger Unterstützung als Hund und Katze. Und der Kostenaufwand für die Unterhaltung von Pferden, Schweinen, Eseln und Schafen ist auch größer“, schildert Kuhn. Die Öffentlichkeit darüber zu informieren und wenn möglich auch ein wenig für die Belange solcher Tiere zu sensibilisieren, liegt allen Beteiligten am Herzen.

Mehr Benefizveranstaltungen

Und auch die Vertreter des Musikbunkers signalisierten, dass sie zukünftig regelmäßig ähnliche Benefizveranstaltungen organisieren möchten.

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