„Eine Stunde Ruhe“: Aber dann tauchen jede Menge Störer auf

Von: Grit Schorn
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In der eleganten Wohnung geht es hoch her: Nach der erfolgreichen Aufführung des Stücks „Vater“ bringt das Grenzlandtheater erneut ein Werk von Florian Zeller auf die Bühne. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Nach der erfolgreichen Aufführung des berührenden Schauspiels „Vater“ von Florian Zeller kommt jetzt – vom selben Autor – „Eine Stunde Ruhe“ auf die Bühne des Grenzlandtheaters. Doch schon die flotte Eröffnung des Stücks verläuft keineswegs ruhig.

Die Presseprobe lockt bereits mit einem köstlichen Schlagabtausch zwischen dem Paar Michel und Nathalie. Völlig aufgelöst will Nathalie ihrem Gatten einen „Fehltritt“ beichten, der allerdings schon über 20 Jahre zurückliegt...

Michel aber ist ganz auf den Erwerb seiner geliebten LP „Me, Myself and I“ fixiert und möchte sein aufgelöstes Eheweib schnell trösten und Natalie verzeihen. Das kommt bei der beichtenden „Sünderin“ gar nicht gut an. Für Michel ist das alles „verjährt“, während sein Weib in einem Tränenbad versinkt. Michel aber hat doch nur die eine Stunde Ruhe, bevor sein Freund Pierre eintrifft. In dieser Stunde will er ungestört „Me, Myself and I“ hören...

Die ebenso elegante wie bequeme Wohnung wird zum Tribunal. Niemand scheint ihm diese eine Stunde zu gönnen, die beste Freundin ebenso wenig wie sein Sohn und weitere Störer.

„Du bist nicht einmal eifersüchtig“, schluchzt Nathalie, und der Gatte weiß nicht, wie ihm geschieht. Der gewitzte Autor spielt mit seinen Figuren in einzigartiger Weise – typisch für den Charme einer französischen Komödie.

Das reizt auch Werner Tritzschler, der für Regie und Kostümbild verantwortlich ist. Für das schöne Bühnenbild sorgt Tom Grasshof. Das Pariser Paar wird von Stephan Schleberger und Simone Pfennig verkörpert. In weiteren Rollen: Cynthia Thurat, Harald Schröpfer, Janosch Maier, Fabio Piana und Christian Miedreich.

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