Aachen - Eine neue Heimat für den Sozialverband

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Eine neue Heimat für den Sozialverband

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Der VdK in neuen Räumen: von links Geschäftsführerin Rosi Tenhaeff, Künstler Norbert Schoch, Bürgermeisterin Margrethe Schmeer und Vorsitzender Helmut Huntgeburth.

Aachen. Freundlich und hell präsentiert sich die neue Geschäftsstelle des Sozialverbands VdK in der Lagerhausstraße 14. In den ehemaligen Räumen der Sparkasse haben ein Büro und ein großzügiger Warteraum, der in Zukunft vielfältig genutzt werden soll, Platz gefunden.

An den Wänden hängen Aquarelle des Aachener Künstlers Norbert Schoch, der seine Arbeiten im Rahmen der Eröffnung der neuen Räume ausstellt. Er sei ein gutes Beispiel für das, was Menschen leisten könnten, auch wenn sie durch Krankheiten gehandicapt seien, meinte Helmut Huntgeburth, Kreisvorsitzender des VdK.

Der Sozialverband zählt in Aachen mittlerweile rund 5500 Mitglieder und setzt sich für Menschen mit Behinderungen, Rentner, Unfall- und Wehrdienstopfer, Sozialversicherte und Sozialhilfeempfänger ein. Er will verhindern, dass sie „ins gesellschaftliche oder ins finanzielle Abseits gedrängt werden”. Die hohe Zahl der Mitglieder sei ein Beweis für den Bedarf an Betreuung, sagte Bürgermeisterin Margrethe Schmeer während der offiziellen Einweihung.

Als die Geschäftsführerin des VdK, Rosi Tenhaeff, 1983 ihren Dienst antrat, mussten sie und ihre Mitarbeiterinnen im „Hinterhofmilieu der Bahnhofstraße” in recht beengten Verhältnissen zurechtkommen. Im Lauf der Jahre konnte der Verband seine Ausstattung erneuern, er zog in die Augustastraße um, jetzt ist man in der Lagerhausstraße zu Hause. Rosi Tenhaeff freut sich über die Anerkennung besonders der Mitglieder, die nun neben dem Büro auch einen ansprechenden Warteraum vorfinden.

Der VdK bietet Hilfe bei Anträgen auf Rente und Beihilfe, vertritt seine Mitglieder vor den zuständigen Behörden und notfalls vor den Sozialgerichten, bemüht sich um eine ständige Verbesserung der Sozialgesetze. Die unmittelbare Nähe zur Stadtverwaltung sei ein weiterer Vorzug, den die neuen Räumlichkeiten in „dieser verkehrstechnisch günstigen Lage” bieten, betonte Huntgeburth. Um als gutes Beispiel voranzugehen, sei die neue Geschäftsstelle behindertengerecht ausgebaut worden, soweit dies im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gelegen habe.

Huntgeburth wünscht sich für die Zukunft einige Computer, die von alten und kranken Menschen genutzt werden sollen. „Viele unserer Mitglieder leben sehr isoliert”, sagt er. Das Internet biete ihnen die Möglichkeit, einen Blick in die Welt zu werfen. Studenten könnten ihnen dabei helfen, sich im medialen Netz zurechtzufinden. „Sie haben viel erreicht in den vergangenen Jahren”, lobte Bürgermeisterin Schmeer und wünschte dem VdK auch im Namen der Stadt alles Gute für die Zukunft.
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