bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Eine neue Bühne zum spontanen Musik machen

Von: Heinrich Schauerte
Letzte Aktualisierung:
Foto: Ralf Roeger
Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Prinzip soll es eine Art Familienveranstaltung werden, was der lange Meikel da plant. Das Motto solcher und ähnlicher Veranstaltungen lautet bekanntlich „Sehen und gesehen werden”. Im Grunde müsste es aber heißen „Hören und gehört werden”, denn es geht um Musik.

Wenn man das Kauderwelsch der Szene beherrscht, sagt man das natürlich weder so noch so, sondern dann heißt es „MeetnGreet Live Club”.

Gemeint ist jedenfalls ein Kessel Buntes mit Musik und Quatsch. Für den Quatsch dürfte in erster Linie Organisator Meikel Freyaldenhoven zuständig sein, denn der hat zwar auch zehn Jahre in einer Reggea-Band gespielt, ist aber dann eher auf die Komiker-Baustelle geraten und sieht sich inzwischen mehr auf der Comedy-Schiene.

Wie unschwer zu erkennen, geht es um ein irgendwie neues Konzept, aber auch irgendwie nach englischem Vorbild. Irgendwie wird also schon was draus werden, wenn die richtigen Leute zusammenkommen. Während der gesamten Veranstaltung machen es sich alle Musiker auf der Bühne so gemütlich wie möglich und bringen in bunter Reihenfolge Auszüge aus ihren jeweiligen Programmen. Es gibt im fliegenden Wechsel Fusion, Latin, Reggea, Swing, Gipsy, also alles, was das Repertoire so hergibt. Auf die Spitze getrieben wird das vom „Schlagsaitenquantett” (mit „n”), das „Gypsylatinswingjazzakustikmusik” zum Besten gibt.

Zurückhaltende Moderation

Freyaldenhoven: „Wir möchten den lokalen Musikhelden - egal ob etablierte Musiker oder Newcomer - ein Podium bieten, sich in lockerer und heimeliger Atmosphäre musikalisch zu präsentieren.” Der lange Meikel wird wohl hauptsächlich durch das Programm führen, dafür ist er ja wohl als Chef einer Comedy-Baustelle prädestiniert, er will sich aber großartige Moderationen sparen und schon gar nicht auf Talkshow-Niveau absinken. „Wir wollen die Musik sprechen lassen.” Anschließend soll dann ein DJ den Leuten den Rest geben. Das Ganze ist auch gedacht als Dankeschön an die Fans.

Richtig planen lässt sich sowas natürlich nicht. Ob das Konzept aufgeht, kann nur die Praxis erweisen. Alle fänden es schön, wenn es langfristig weitere Auflagen geben würde, vielleicht auch mit wechselnden Konzepten. So wäre etwa auch mal ein Sänger- und Songwriterabend mit lustigen deutschen Liedern denkbar, immerhin gäbe es in Aachen genug tolle Leute, die man bei sowas präsentieren könnte. Getanzt werden darf natürlich auch, denn es müssen nicht immer traurige Songs über Leute sein, die gerade von ihrer Freundin verlassen wurden. Wie unschwer zu erkennen ist, gibt es da keine festgefügten Vorstellungen, und das muss durchaus kein Nachteil sein, solange das Publikum derselben Meinung ist. Wenn es irgendwo richtig schön spontan zugehen kann und soll, dann doch in der Musikszene.

Das musikalische Personal für die erste Veranstaltung ist durchaus beachtlich. Alle können lange Listen aufzählen, mit wem sie wo schon gespielt haben. „Wir waren in allen legendären Clubs Europas”, erzählen die einen, und die anderen fügen hinzu: „Wir haben auch schon auf der Burg Wilhelmstein gespielt.” In der Musikszene haben sie alle einen guten Ruf, vom Schlagsaitenquantett über das Cheer up Reggea Trio bis zur TUF Band. Für hinterher wurde DJ Misfits gewonnen.

Als Veranstaltungsort haben sie sich den Saalbau Rothe Erde ausgeguckt. Freyaldenhoven: „Viele junge Leute kennen Kappertz überhaupt noch nicht, dabei ist das eine Perle als Veranstaltungsort, insbesondere nachdem fast alles andere kaputtgemacht wurde.” Auch Peter Kappertz ist durchaus angetan: „Die Idee fand ich einfach gut. Das ist zumindest bei mir so noch nicht gelaufen.”

Los gehts am Samstag um 21 Uhr bei Kappertz

Der Meet n Greet Live Club findet statt am Samstag, 24. März, um 21 Uhr im Saalbau Kappertz, Hüttenstraße 45-47. Eintritt: zehn Euro, im Vorverkauf zwölf Euro. Vorverkaufsstellen: Kappertz, K&K in der Bismarckstraße sowie der Kiosk in der Warmweiherstraße 23.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert