Aachen - Eine lyrische Liebesgeschichte mit eigenem Soundtrack

Eine lyrische Liebesgeschichte mit eigenem Soundtrack

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
7100905.jpg
Torsten Sammet bringt mit dem Spürbar Theater William Mastrosimones „Tagträumer“ als lyrische Liebesgeschichte mit einem eigenen echten Soundtrack auf die Bühne des Theaters 99. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ironisch-bissige Dialoge und eine kleine, einfache Geschichte: Das waren die Merkmale, die Torsten Sammet vor vielen Jahren schon für William Mastrosimones „Tagträumer“ begeistert haben. Jetzt bringt er das Stück mit dem Spürbar Theater im Theater 99 auf die Bühne.

„,Tagträumer’ ist eine lyrische Liebesgeschichte“, sagt Sammet. Die Verkäuferin Rose ist traumatisiert und nimmt sich hin und wieder Männer mit nach Hause. Cliff ist mit seinen Truck hängengeblieben. Die beiden treffen aufeinander und kommen sich allmählich näher. „Die Geschichte endet mit einer Utopie“, meint Sammet. Es sei ein sehr romantisches Ende.

Doch zuvor gibt es eine Menge aufzuarbeiten. Rose ist schwer traumatisiert, hypersensibel und heult wegen toter Vögel. Cliff dagegen ist der harte, einsame Kerl, immer unterwegs und nirgendwo zu Hause. Zwei Archetypen treffen aufeinander, und das macht laut Sammet die Spannung des Stückes aus.

Eine große Rolle in der Inszenierung spielt auch die Musik. Acht Aachener Bands und Künstler haben Stücke zur Verfügung gestellt, um die Dialoge zu untermalen. Während der Premiere wird André Baldes mit seiner Band das Stück „Weit weg“ aus der gerade erschienen CD live spielen. Er habe keine Schwierigkeiten gehabt, Aachener Musiker für diesen Plan zu gewinnen, sagt Sammet. Und jetzt gebe es gewissermaßen einen echten Soundtrack zum Stück.

Kleine Auszeit als Schauspieler

Torsten Sammet hat bereits in Düsseldorf erste Erfahrungen als Regisseur gesammelt. Beim Spürbar Theater ist er seit acht Jahren Schauspieler, die Regie hat er hier bislang noch nie übernommen. Er freut sich nun über die kleine Auszeit als Schauspieler und hat in Herbert Kordes und Andréa Peters die ideale Besetzung für seine „Tagträumer“ gefunden. Da spiele auch der relativ große Altersunterschied zwischen beiden keine Rolle, meint Sammet. Er hat vor Jahren schon ein Stück von William Mastrosimone inszeniert und ist dabei auf den Geschmack gekommen.

Mastrosimone gilt als einer der wichtigsten und meistgespielten Autoren Amerikas. „Tagträumer“ ist sein erstes Stück und wurde 1982 mit dem „Los Angeles Drama Critics Award“ ausgezeichnet.

Torsten Sammet hat sich auch zum Bühnenbild so seine eigenen Gedanken gemacht. Inzwischen ist es so gut wie fertig, und der Premiere am Freitag, 14. Februar, im Theater 99, Gasborn 9-11, um 20 Uhr steht nichts mehr im Wege.

Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 15. Februar, Sonntag, 16. Februar, Freitag, 21. Februar, Samstag, 22. Februar und Sonntag, 23. Februar, jeweils um 20 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert