Aachen - „Eine Hand am Pokal“: Auch „Ladies“ begeistert

„Eine Hand am Pokal“: Auch „Ladies“ begeistert

Von: Nina Krüsmann
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Applaus für den Filmemacher: Wisam Zureik stellt im Grenzlandtheater seinen Film „Eine Hand am Pokal vor“. Die Ladies in der ersten Reihe, die zur Premiere ausnahmsweise mal nicht in schwarz gekleidet erscheinen, sind begeistert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit Hollywoodflair wurden die Ladies in Black am Sonntag im Grenzlandtheater gefeiert. Die Premiere des Dokumentarfilms „Eine Hand am Pokal“ sorgte für ein volles Haus, und schon vor Filmbeginn war die Stimmung unter den Fans der Damen prächtig.

In ihren schwarzen Pokalfinal-T-Shirts mit der Nummer 7 warteten die Anhänger der Volleyballerinnen geduldig. Manch einer ergatterte noch eine Restkarte für die mit Spannung erwartete Aufführung. Und natürlich gaben die vollzählig anwesenden Spielerinnen auch fleißig Autogramme. „Ich bin begeistert und sprachlos, den Film werde ich noch meinen Kindern zeigen“, freute sich Kapitänin Karolina Bednarova. Die Gefühle während des Finalwochenendes, die Freude und der Stolz würden im Film deutlich.

Filmemacher Wisam Zureik hat die erfolgreichen Aachener Bundesliga-Volleyballerinnen und ihre Fans mit der Kamera begleitet. Er spielt selbst aktiv Volleyball in Stolberg. André Schnitker, der Hallensprecher der Ladies, ist sein Trainer und hatte ihn spontan gefragt, ob er Lust hätte, das Finale und die Ereignisse drum herum zu dokumentieren.

„Der Matchball des Halbfinales im Hexenkessel der Neuköllner Straße, die Stimmung in der Halle, das Training am Freitag vor dem Pokalfinale, die Videobesprechung, die Busfahrt, das Mittagessen im Hotel, das erste Training in Halle, die Volleyball-Gala, das letzte Training vorm Finale, die Ankunft der Fans, die Ladies in der Kabine, der Gang in die Halle, die Fans, die Stimmung, das Spiel und das traurige Ende habe ich festgehalten“, zählt Zureik auf.

Aber sein Film endet nicht mit den traurigen Mienen bei den Ladies und dem Trainer-Team nach dem verlorenen Pokalfinale in Halle. Der Empfang bei Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Feier mit den Fans beim PTSV sind Momentaufnahmen, die den unglaublich großen Erfolg der Mannschaft würdigen. „Mein Fokus liegt auf den Emotionen, der Stimmung, der Atmosphäre. Ich möchte einen Blick schaffen, den die meisten Fans, Interessierten und Angehörigen nicht kennen. Die Herausforderung war für mich, einen Mittelweg zu finden zwischen Nähe und Distanz, denn ich wollte die Spielerinnen ja nicht stören“, erklärt Zureik.

Für ihn selbst war das Projekt ein unvergessliches Erlebnis. „Ich habe mich mit den Ladies und dem Team schnell wohl gefühlt. Das hat die Arbeit erleichtert. Dafür bin ich allen sehr dankbar. Das Emotionalste für mich war der Gang in das Stadion mit dem Team“, erzählt der Filmemacher.

Für Ulli Mühlhoff, seit vielen Jahren Anhänger der Volleyballerinnen, war es am Sonntag ein tolles Erlebnis, die spannenden Finalminuten noch einmal zu erleben. „Da werden Erinnerungen an Gänsehaut-Momente aufgefrischt, die schwanken zwischen Stolz auf die Ladies, auf das Erreichte, auf die Leistung und die Spannung, aber auch die Enttäuschung über den knappen, eigentlich unnötigen Pokalverlust“, erzählt er. Und was er bei „seinen“ Ladies natürlich nicht gerne sehen will und kann, sind die Tränen.

Dafür konnte er bei der Premiere in freudestrahlende Gesichter blicken, denn das filmische Ergebnis kann sich sehen lassen. Zureik schaffte es, auch witzige Momente festzuhalten, so dass die Taschentücher steckenbleiben können und stattdessen viel gelacht wird.

Viele persönliche Momente

Neben der Video-Analyse des Finalgegners MTV Stuttgart und den letzten Trainingseinheiten und der Kabinenansprache von Trainer Marek Rojko vor dem Finale, werden viele emotionale und persönliche Momente gezeigt. Dem Zuschauer begegnet eine sympathische Mannschaft, man hat schnell das Gefühl, die ganze Zeit dabei gewesen zu sein.

Natürlich kommen auch die Fans, die tatsächlich live dabei waren, zu Wort über die einmalige Atmosphäre des 1. März 2015: „Das Schönste am Finale war die volle Halle, die Stimmung und unsere „schwarze“ Wand“, erzählt Ulli Mühlhoff, der sich wie die anderen Fans bereits auf die DVD freut, die schon bald in der PTSV-Geschäftsstelle erhältlich ist.

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