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Eine Brache wird auf studentisches Leben vorbereitet

Von: gei
Letzte Aktualisierung:
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Entwicklungsfähig: Bebauungspläne für die Grünfläche in Gut Kullen kursieren seit Jahren. Aktuell denken Stadt und Gewoge über die Schaffung neuer Studentenwohnungen und Einzelhandelsflächen auf dem Areal an der Vaalser Straße nach. Foto: Harald Krömer

Aachen. Im Liegenschaftsausschuss sollen am Dienstag die Weichen für eine seit Jahren geplante Erweiterung des sogenannten Dreiländercarrées gestellt werden. Auf der grünen Wiese zwischen der Arge und dem Hit-Markt in Gut Kullen ist nunmehr eine studentisch ausgerichtete Bebauung im Gespräch.

Profitieren soll aber auch der Hit-Markt, der seit langem auf eine größere Verkaufsfläche hofft.

Das neue Konzept, das den Bau von bis zu 80 Studentenwohnungen vorsieht, wird heute im nichtöffentlichen Teil behandelt. Auf Seiten der schwarz-grünen Ratsmehrheit scheint es keine grundsätzlichen Einwände gegen dieses Vorhaben zu geben, das von der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Gewoge umgesetzt werden soll.

Neue Einzelhandelsfläche

Vor allem mit Blick auf die Entwicklung am Campus Melaten hält man den Bau studentischer Wohnungen für sinnvoll. Gedacht ist auch an ein sogenanntes Boarding-Haus, in dem beispielsweise Gastdozenten oder Ingenieure Appartements auf Zeit anmieten können.

Ferner soll ein Café Platz finden und Büroräume geschaffen werden. In der Vergangenheit hat es bereits mehrfach Anläufe gegeben, das Areal an der Vaalser Straße zu bebauen, unter anderem war auch von einem Altenpflegeheim die Rede. Unumstrittener Kern aller Planungen war stets die Schaffung einer neuen Einzelhandelsfläche. Bis zu 1200 Quadratmeter sollen entstehen, an denen der Hit-Markt starkes Interesse hat, wie der geschäftsführende Gesellschafter Herbert Sütterlin bestätigt.

Eine Erweiterung sei dringend gewünscht, sagt er, wobei ihm die Problematik von zwei getrennten Gebäuden durchaus bewusst ist. Denkbar sei es etwa, die Wein- und Spirituosen-Abteilung auszulagern, um an alter Stelle mehr Platz für Feinkost zu kriegen.

Politisch umstritten bleibt hingegen, was über dem Einkaufsladen gebaut werden soll. Während sich die schwarz-grüne Ratsmehrheit durchaus mit den Plänen für Studentenwohnungen anfreunden kann, gibt es in den anderen Fraktionen Skepsis.

„In die Pampa?”

Vor allem die SPD drängt an dieser Stelle auf einen öffentlich geförderten Wohnungsbau, der sich an Mieter mit „längerfristiger Bindung” richtet. Die Gewoge sollte sich für das Viertel engagieren, heißt es, und verstärkt Gruppen ansprechen, die das Gemeindeleben mit Schule, Kita, Kirche und Vereinen befördern. In der FDP gibt es Zweifel, ob das neue Konzept wirklich trägt: „Welcher Student will denn in die Pampa?”

Aus Sicht von Gewoge-Vorstand Bernd Botzenhardt gibt es hingegen keine Bedenken gegen den Bau von Studentenwohnungen. „Das ist eine denkbare Lösung und wäre eine sehr gute Variante”, sagt er. Von einer konkreten Planung könne an der Stelle jedoch noch keine Rede sein, zunächst gehe es nur um mögliche Nutzungsformen. Gleichwohl sieht auch er, dass die Brache dem Viertel nicht gut tut. „Hier muss dringend etwas getan werden.”
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