Aachen - Einbruchsserie: Am Heiligen Abend ging es richtig los

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Einbruchsserie: Am Heiligen Abend ging es richtig los

Von: ast
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Nicht immer ein Profi: Viele Einbrecher brauchen einige Zeit, bis sie Schlösser und Türen geknackt haben. Deshalb sind wachsame Nachbarn ein guter Schutz. Foto: ddp

Aachen. Die Stadt Aachen ist, wie eine Auflistung der Polizei am Montag ergab, über die Weihnachtstage von einer regelrechten Einbruchsserie heimgesucht worden.

Die bislang unbekannten Täter drangen in rund 30 Wohnungen ein, wo sie Schmuck und zum Teil hohe Bargeldbeträge erbeuteten; außerdem erhielten 14 Ladenlokale und Büros ungebetenen Besuch - großteils am helllichten Tage.

Unterwegs waren die Einbrecher schon am Morgen des Heiligen Abends, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag ging es weiter, und auch am vergangenen Sonntag waren die Übeltäter noch aktiv. Polizeisprecher Paul Kemen: „In der Form haben wir das in Aachen bislang noch nicht erlebt. Die Konzentration der Einbrüche auf die ruhigen Tage ist schon sehr auffällig.”

In Burtscheid haben die Täter besonders häufig zugeschlagen. Offensichtlich wussten sie, welche Wohnungen verlassen waren, „die haben das genau ausbaldowert”, so Kemen. Dann der übliche Trick: An Mehrfamilienhäusern zum Beispiel wurde so lange geklingelt, bis aufgemacht wurde.

So erlebten gleich mehrere Burtscheider bereits am Heiligen Abend eine böse Überraschung, als sie von der Familienfeier wieder nach Hause kamen: Geld weg, Schmuck weg. Einer älteren Dame gegenüber erklärten die herbeigerufenen Polizeibeamten: „Das ist heute schon der achte Fall in Burtscheid.”

Doch auch in der Innenstadt gab es Einbrüche zuhauf, wobei die Polizei besonders registrierte, dass auch und gerade tagsüber zugelangt wurde, nicht nur im Schutz der Dunkelheit. Opfer der dreisten Aktivitäten wurden auch diverse Geschäftsleute; so schlugen die Kriminellen in der Annastraße und in der Großkölnstraße Scheiben ein, um an fremdes Gut heranzukommen.

Am Montag tappten die Ermittler noch im Dunkeln, was die Identität der Einbrecher angeht. Spuren wurden zwar gesichert, aber die heiße Spur gab es am Montag nicht. Vor allem steht nicht fest, ob es sich um (verschiedene) Einzeltäter handelt oder ob eine ganze Bande mehr oder weniger systematisch am Werke war.

Eins steht jedenfalls fest: Für viele Aachener waren die Weihnachtstage alles andere als besinnlich.
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