Aachen - Ein Zuhause, in dem sich alle wohlfühlen

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Ein Zuhause, in dem sich alle wohlfühlen

Von: Yannic Blaschke und Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:
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Es war viel los bei der Einweihung des neuen Louise von Marillac Hauses: Die Bewohner freuten sich über das komfortable Zuhause. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Wir hatten einen Traum”, erinnert sich Andrea Nießen-Comuth, Abteilungsleiterin im Vinzenzheim: „Den Traum, eine Wohneinheit für Menschen mit Behinderung zu schaffen, die dem Jugendalter entwachsen.”

Seit Anfang Januar leben die Menschen mit Behinderung zwischen 19 und 41 Jahren in ihrem neuen Zuhause, dem Louise von Marillac Haus in der Vinzenz-Anlage. Die moderne Immobilie dient als erster Gebäudeersatz für das Jullie Billiart Haus.

Auf der Eröffnungsfeier ist den Bewohnern und Gästen anzumerken, wie sehr sie sich über das neue Lebensgefühl in dem modernen Gebäude freuen.

Die Cafteria ist bis auf den letzten Platz besetzt. Einrichtungsleiter Heinz-Josef Scheuvens sowie weitere Mitarbeiter und Gäste blicken auf die Realisierung des Wohnprojekts zurück, Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer lobt nicht nur die architektonische Leistung: „Ich bin begeistert von der Wärme und Solidarität, die hier herrschen.”

Vor allem für die Bewohner ist es ein besonderer Tag. Sie haben extra ein selbstgedichtetes Lied eingeübt, Bewohner Benjamin Pisczor bedankt sich für das neue Zuhause. Hauskoordinator Torsten Krug weiß, dass die Stimmung nicht immer so gut war wie heute:

„Wegen Kommunikationsschwierigkeiten und aus Orientierungslosigkeit sind oft Tränen geflossen.” Hauptgrund für die Verzweiflung sei das alte Gebäude gewesen, das den Bewohnern nicht den nötigen Raum für ein selbstbestimmtes Privatleben bieten konnte.

Das ist in dem Louise von Marillac Haus anders, beweist ein Rundgang durch das dreistöckige Gebäude. Auf den drei Etagen leben drei Wohngruppen mit je acht Personen zusammen. Jeder von ihnen hat ein eigenes Zimmer und teilt sich mit einem Mitbewohner Bad und Diele. Auf den Etagen gibt es Gesellschaftsräume mit Kickertisch oder Fernseher, eine gemeinsame Küche, Balkon und Garten. Die Schränke sind mit Symbolen für Kleidungsstücke und Lebensmittel beklebt, in den Badezimmern gibt es Waschanleitungen. „Das fördert die Selbstständigkeit der Bewohner”, erklärt Krug.

Große Verbesserung für alle

Auch für seine Mitarbeiter hat sich durch die technische Ausrüstung vieles verbessert. „Von unserem Büro aus können wir Licht und Heizung steuern. Ein Signal informiert uns, wenn ein Bewohner das Zimmer verlässt, dann können wir ihm helfen.”

Der Traum von einem sicheren Zuhause ist wahr geworden - für Betreuer und Bewohner gleichermaßen.
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