Ein Zeichen für die Bewohner im Ostviertel und in Rothe Erde

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Zehn Jahre lang wurden das Ostviertel und Rothe Erde hochgepäppelt. In die „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf” wurden 17 Millionen Euro gepumpt.

Davon profitierten 350 Projekte, „große Erfolge haben wir im baulichen und sozialintegrativen Bereich erzielt”, ist der städtische Projektleiter Aachen-Ost Dieter Begaß überzeugt. Der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung: „Leider läuft die Förderung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt” Ende des Jahres aus.

Deshalb haben wir einen Stadtteilfonds mit einem Gesamtvolumen von 10.000 Euro für die Zeit vom 15. August bis zum 31. Dezember bereitgestellt.” Mit diesem Geld sollen sich die Bewohner und Institutionen beider Viertel noch aktiver beteiligen. „Wir fördern eine künftige Entwicklung aus eigener Kraft.”

Gruppen, die sich engagieren wollten, bekämen die Chance, schnell und flexibel ihre Vorhaben bis zu einer Höhe von 1000 Euro auf den Weg zu bringen. In begründeten Ausnahmefällen würden Projekte sogar bis zu einer Höhe von 2000 Euro gefördert. Die beiden Stadtteilkonferenzen des Ostviertels und von Rothe Erde werden gemeinsam die Mittel verteilen, anhand der eingereichten Anträge berieten sie. „Erstmals entscheiden jetzt Stadtteilkonferenz autark über die Verteilung von Mitteln”, erklärt Begaß.

„Wir können schneller und direkter auf die Wünsche der Bürger reagieren, weil wir sie kennen”, ist Helmut Reuling, Vorsitzender der Stadtteilkonferenz Ostviertel überzeugt. „Das ist ein Zeichen für die Bewohner im Ostviertel und in Rothe Erde. Sie werden nicht allein gelassen.” In seiner Stadtteilkonferenz sind 30 verschiedene Einrichtungen vertreten, beispielsweise Jugendheime. „Wir werden in den Vierteln angesprochen, weil man uns kennt”, ergänzt Roberto Graf, der Mitglied der Stadtteilkonferenz Rothe Erde ist.

Er glaubt nicht, dass es Differenzen bei der Verteilung der Mittel zwischen den beiden Gremien gibt: „In den letzten zehn Jahren haben wir sehr gut zusammen gearbeitet. Das wird auch jetzt klappen.” Er führt als Beispiel das Schicksal der Kinder in seinem Quartier aus: „Wenn denen nicht die Trikots und die Sportschuhe gekauft würden, könnten die nicht im Verein Fußball spielen. Weil die Eltern einfach nicht über genug Geld verfügen.” Weiteres Beispiel sei das Frühstücksprojekt an der KGS Barbarastraße.

Auf die nicht gerade hohe Summe von 10.000 Euro angesprochen, meint Begaß: „Auf ein Jahr gerechnet wären das 25.000 Euro. Es gibt viel, was man damit tun kann.” Das Tanzprojekt „in Motion” sei so gut an den Schulen angekommen, dass jetzt Tanzunterricht gegeben werde. Die Kosten dafür seien etwa 1000 Euro hoch.

Balsam für die Quartiere

Der Stadtteilfonds ist sicher auch als Balsam für die beiden Quartiere gedacht. Denn mit dem Auslaufen der Fördermittel werden auch die Stadtteilbüros dicht gemacht. „Drei Vollzeitstellen lassen sich dann nicht mehr halten”, weiß Begaß. Aber immerhin, im Haus der Identität und Integration am Reichsweg seien ständig Kräfte des Jugendamtes, des Fachbereichs Kultur und auch der Sozialverwaltung zu finden. „Die Stadt ist selbstverständlich weiter für den Aachener Osten da”, verspricht Dieter Begaß. Anträge können an Helmut Reuling, E-Mail: helmut.reuling@t-online.de, 16 3648 oder an Roberto Graf, E-Mail: roberto-graf@accor.de, 953134 gestellt werden.
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