Aachen - Ein Vorläufer der Uniklinik

Ein Vorläufer der Uniklinik

Von: np
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Stilechter Empfang am Gut Melaten: Auch das „Eynevolk” beteiligte sich am Tag des offenen Denkmals. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Das Leprosorium Melaten lag an der ältesten, direkten Wegeverbindung von Aachen nach Maastricht: Der damaligen Via Regia. Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag war Anlass für die Melaten-Gesellschaft, an die Geschichte von Gut Melaten und seine einstige Funktion alsÊmittelalterliche Leprastation zu erinnern.

Der ehemalige Königsweg - die Via Regia stand im Mittelalter unter dem besonderen Schutz des Königs - wurde bis etwa 1820 als Heeres-, Handels- und Pilgerweg genutzt. „Unser Ziel ist es, die historische Bedeutung der alten Via Regia und des Gut Melatens wieder bekannt zu machen”, erläutert Manfred Breuer, Vorsitzender der Melaten-Gesellschaft.

Gezeigt wurden die Ruinen der romanischen Quirinuskapelle, der mittelalterliche Brunnen, der alte Friedhof und die im 16. Jahrhundert zu einem Pachthof umgestalteten Gebäude des mittelalterlichen Leprosoriums. Ê„Die Pachteinnahmen gingen an den Elisabethspitalfonds um somit die klinischen Einrichtungen der Stadt zu finanzieren”, erklärt Breuer. Das sei ein Meilenstein in der Aachener Hospitalgeschichte: Das Gut Melaten könne als Vorläufer des heutigen Universitätsklinikums gesehen werden, lediglich getrennt von der Via Regia.

Einziger Wermutstropfen: Durch die gewaltigen Baumaßnahmen für den neuen Campus Melaten sei die direkte Anfahrt von der Melatener Straße zum Gut Melaten versperrt worden. Doch hartgesottene Kulturinteressierte nahmen die Anfahrt auf Umwegen und selbst das schlechte Wetter in Kauf, um das Kleinod der Aachener Stadtgeschichte zu erleben. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Krönungs- und Pilgerzug, beginnend am Fischmarkt über die Via Regia vorbei am Gut Melaten bis nach Maastricht. Darüber hinaus präsentierte sich das „Eynevolk” vor dem Gelände des Guts, um gemeinsam mit den Besuchern ein Stück Vergangenheit aufleben zu lassen.

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