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Ein Viertel aller Aachener Kinder sind von Armut betroffen

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Der Projekt-Zwischenbericht „Kinder im Mittelpunkt“ wurde jetzt im Kinder- und Jugendausschuss vorgestellt. Besonders schlimm ist die Situation in Aachen-Nord. Symbolbild: dpa

Aachen. „In Aachen sind etwa 10.000 Kinder von Armut betroffen.“ Diese alarmierende Zahl steht im Zwischenbericht des Projekts „Kinder im Mittelpunkt“ (KIM), der jetzt im Kinder- und Jugendausschuss vorgestellt wurde.

10.000 Kinder, also fast ein Viertel aller Aachener Kinder, und deren Familien sind Empfänger von sozialen Transferleistungen, Wohngeld oder Kinderzuschlag. Dazu kommen noch viele Kinder, deren Eltern im Niedriglohnsektor oder prekär beschäftigt sind und deren Einkommen nur knapp über der Grenze der sozialen Sicherungen liegt. In Aachen-Nord – rechts und links der Jülicher Straße sowie im Rehmviertel – ist sogar beinahe jedes zweite Kind zwischen 0 und 15 Jahren Empfänger von Sozialgeld.

Finanzieller Mangel kann viele Folgen haben: Die Gefahr besteht, dass arme Kinder gesundheitlich, sozial und kulturell benachteiligt werden.

Das Netzwerk „Kinder im Mittelpunkt“ soll hier gegensteuern. Aachen nimmt seit 2011 als erste nordrhein-westfälische Großstadt am Programm „Soziale Teilhabe ermöglichen - Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“ des Landschaftsverbands Rheinland teil. Die Förderung von 64.000 Euro läuft über drei Jahre.

KIM soll bereits vorhandene Aktivitäten im Stadtgebiet Aachen-Nord bündeln, eine Präventionskette aus passgenauen, alters- und bedarfsgerechten Angeboten knüpfen und bei den Menschen dort bekannter zu machen. Denn vielfach, so die Netzwerkkoordinatorinnen Annette Tiltmann und Stefanie Uerlings vom Fachbereich Kinder, Jugend und, seien die vielen Angebote vor Ort wenig bekannt.

KIM konzentriert sich bisher auf den Vorschulbereich. Künftig soll das Konzept der Präventionskette auf den Grundschulbereich ausgeweitet werden und auch in Haaren und Verlautenheide starten. Annette Tiltmann leitete den Blick der Jugendpolitiker aber bereits auf das Projektende: „Wie geht es ab Anfang 2015 weiter?“ Fördergelder werden dann ganz sicher nicht mehr fließen.

Den kompletten KIM-Zwischenbericht gibt es im Ratsinformationssystem der Stadt Aachen unter http://ratsinfo.aachen.de/bi/allris.net.asp, Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses vom 14. Januar.

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