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Ein Tor reicht Hertha Walheim für den Einzug ins Finale

Von: Guido Jansen
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Erfreute sich großer Aufmerksamkeit der Yurdumspor-Defensive: Hertha Walheims Mittelfeldspieler Thiemo Huppertz. Foto: Guido Jansen

Aachen. Keine Hektik bei der Hertha: Der Favorit aus Walheim steht zum dritten Mal in Folge im Finale der Aachener Fußball-Stadtmeisterschaft. Mit 1:0 besiegte die Truppe von Trainer Mirko Braun den eine Klasse tiefer kickenden Bezirksligisten Yurdumspor Aachen.

Zauberfußball haben die Schwarz-Gelben dabei über weitere Strecken nicht gespielt. Das war auch gar nicht notwendig, weil die Hertha einen Trumpf in der Hinterhand hat, den sie im Moment nach Belieben ausspielen kann. Der Landesligist ist in der Saisonvorbereitung einfach weiter als die Konkurrenz bei der Stadtmeisterschaft. Brauns Mannen haben vor vier Wochen mit dem Training begonnen, Yurdumspor erst vor wenigen Tagen.

Neben der spielerischen Überlegenheit bedeutet das vor allem einen Vorbereitungsstand bei der Hertha, der nicht mehr von müden Beinen ob der vielen Ausdauereinheiten geprägt ist. Und je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde der Unterschied.

Mit dem Vertrauen auf diesen Vorteil war die Truppe um die starken Mittelfeldspieler Heinz Putzier und Thiemo Huppertz gut beraten. Mit-Favorit Rhenania Richterich hatte am Vortag das Prinzip Vollgas von Anfang an versucht, hatte sein Pulver nach 30 Minuten verschossen und war letztlich mit 2:4 am SV Eilendorf gescheitert.

So spielte die Hertha geduldig. Ein wenig so wie Spanier bei der Weltmeisterschaft. Die Chance wurde nicht um jeden Preis gesucht, Spielkontrolle war statt dessen angesagt. Und als Michael Pyras in der 20. Minuten einen Handelfmeter sicher verwandeln konnte, war der Weg in Richtung Finale geebnet.

Ähnlich wie die Minimalisten aus Spanien bei der WM war Walheim auf der Sportanlage am Wolferskaul trotz der knappen Führung nicht mehr vom Weg abzubringen. Nur zwei Mal war die Braun-Truppe in Bedrängnis, aber Yurdumspors gefährlichster Mann Gökhan Batmaz verfehlte das Walheimer Tor in der 73. Minute knapp.

Wenig später vergab Orhan Gülez aus 16 Metern knapp. Ansonsten bestimmte die kontrollierte Offensive des Titelverteidigers das Spiel. „Es war kein berauschendes Spiel”, sagte Trainer Mirko Braun, der dennoch den souveränen Auftritt seiner Mannschaft lobte: „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss.”

Alles spricht jetzt für Herthas dritten Gewinn der Stadtmeisterschaft in Folge. Der SV Eilendorf, wie Yurdumspor in der Bezirksliga aktiv, ist im Finale am Samstag der Außenseiter. Was den Landesligisten so gefährlich macht: Putzier, Huppertz und Co. haben gezeigt, dass sie auch anders können. In der Zwischenrunde fertigten sie die Brander Borussia in nur 30 Minuten mit 4:0 ab.
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