Aachen - Ein Tag in Indien für alle Aachener

Ein Tag in Indien für alle Aachener

Von: Rebecca Kiljan
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Um ein Bindeglied zwischen den indischen Studenten und den an Indien Interessierten zu schaffen, wurde im September 1989 die Deutsch-Indische Gesellschaft in Aachen gegründet.

 Unterstützt wird die Arbeit des Vereins durch die RWTH und die „Association of Indian Students in Aachen“, kurz AISA. AISA ist ein Studentenverein für indische Studenten der Aachener Hochschulen.In diesem Jahr feiert der bilaterale Verein sein 25-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen. Was seinerzeit mit zehn Mitgliedern begann, hat sich zur größten Gesellschaft ihrer Art in ganz Deutschland mit heute 400 Mitgliedern gemausert. Warum diese enorme Entwicklung? Für Jürgen Franz vom Vorstand der Gesellschaft ist ganz klar: „Jeder Mensch hat irgendwo einen Indienbezug, sei es durch Kinderbücher, die Religion oder durch Reisen.“

Tanz und Musik im Theater

Damit die Aachener die Möglichkeit haben, mehr über Indien zu erfahren, veranstaltet die Gesellschaft regelmäßig Symposien, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Vorträge. So am Sonntag, 4. Mai, im Großen Haus des Theaters Aachen. Ab 17.30 Uhr wird das Ensemble der „Anubhab Academy“ verschiedene indische Musikrichtungen präsentieren. Anschließend werden typisch indische Musikinstrumente vorgeführt, bis schließlich die Tanzgruppe „Thar Rhythms“ die Vielfalt der indischen Tanzkultur in ihrem Stück „Colours of India“ vorführt. Es soll die Entwicklung des indischen Tanzes von 1950 bis heute dargestellt werden. Den Mitgliedern des Vereins ist es wichtig, ein Bild von Indien auch in Deutschland zu vermitteln.

„Farbenfroh, lebendig, extrem, vielfältig“ sind nur einige Eindrücke von Sigrid Hufschmidt, im Vorstand der Deutsch-Indischen Gesellschaft, von ihrem ersten Indienurlaub. Doch nicht jeder kann sich eine Indienreise leisten. Daher gibt es am Samstag, 6. September, im Aachen-Fenster am Büchel einen Indientag. „Die Aachener sollen ab 12 Uhr interaktiv mitmachen können. Sie können Saris anprobieren, ihre Hände mit Henna bemalen oder typische indische Snacks und Spiele ausprobieren“, beschreibt Helga Hanek, im Vorstand des Vereins, die Angebote des Indientags.

Die Deutsch-Indische Gesellschaft setzt sich auch für zahlreiche soziale Projekte ein. „Wir finanzieren die Projekte nicht nur, sondern helfen auch vor Ort“, sagt Jürgen Franz über die Vereinsarbeit. Beispielsweise sammelte der Verein 2004 für die Tsunamiopfer in Indien. 43.000 Euro kamen zusammen. Zwei Frauen des Vereins reisten damals nach Indien und übergaben in kleinen Dörfern das Geld persönlich.

Auch Aachener Ärzte sind Mitglieder der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Sie verbringen teilweise ihren Urlaub in Indien und operieren orthopädische Notfälle. „Unser Verein verbindet alle Bereiche des Lebens, ob Kultur, Soziales oder Gesundheit“, so Franz.

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