Aachen - Ein Tag Friseur, ein Tag Heizungsbauer

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Ein Tag Friseur, ein Tag Heizungsbauer

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Zeugnisse gibt es erst in gut zwei Wochen. Gestern bereits nahmen die Achtklässler der Hauptschule Drimborn ihr „Startklar”-Zertifikat entgegen. Insgesamt haben sich in Aachen rund 600 junge Leute an dem Modellprojekt beteiligt. Ihre Erfahrungen in acht verschiedenen Berufsfeldern haben sie in einer Fotodokumentation Foto: Harald Krömer

Aachen. Sie waren beim Friseur und bei der Kosmetik. Sie haben mit Holz und Metall gearbeitet. Sie haben den Berufsalltag in der Pflege, im Hotel- und Gaststättengewerbe oder beim Heizungsbauer kennengelernt.

Das Projekt „Startklar” hat rund 600 Achtklässlern zwei intensive Wochen Berufsorientierung ermöglicht. Alle erhielten am Ende eine ausführliche Bewertungsmappe - und die Chance auf eine Fortsetzung.

Am Montag war Zertifikatsübergabe an der Gemeinschaftshauptschule Drimborn. Matthias Fischer, Berufswahlkoordinator der Schule, und Vertreterinnen der Projektträger nutzten die Gelegenheit zu einer Zwischenbilanz.

Neben den Achtklässlern von der Drimbornstraße waren die Hauptschulen Aretzstraße und Kronenberg, die Gesamtschulen in Laurensberg und Brand sowie zwei Förderschulen, die Martin-Luther-King-Schule und die Schule Beginenstraße, bei „Startklar” mit dabei.

Ein Verbund aus fünf Trägern kümmert sich in Aachen darum, die jungen Leute fit zu machen für den Berufswelt. Die Handwerkskammer ist federführend dabei, außerdem die Träger In Via, Low Tech, das Sozialwerk Aachener Christen und die Jugendberufshilfe der Stadt Aachen jeweils mit ihren in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Mit im Boot sind auch die NRW-Ministerien für Schule und für Arbeit sowie der Bundesagentur für Arbeit.

„Das ist das erste Projekt, das langfristig, über mindestens fünf Jahre, angelegt ist”, freut sich Matthias Fischer. Alle Achtklässler der beteiligten Schulen erhalten bei „Startklar” einen Einblick in acht Berufsfelder. Auch die Jungen müssen das Frisieren üben und an Nägeln feilen, auch die Mädchen müssen löten, bohren und sägen. „So konkret erleben die Schüler die Arbeitswelt in der Schule sonst nicht”, weiß Fischer.

Mit einer sehr ausführliche Bewertungsmappe, können sich die jungen Leute nun für weiterführende Angebote in den Klassen 9 und 10 bewerben. „20 bis 30 Schülerinnen und Schüler werden eine Chance haben”, erwartet Matthias Fischer.

Für sie werden die Träger nun spezielle Module entwickeln, die neben vertiefenden Praxiskursen in den Berufsfeldern auch individuelle Lernunterstützung und ein Training in Basiskompetenzen umfassen.
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