Aachen - Ein Stückchen Haarbach soll zurück ans Tageslicht

Ein Stückchen Haarbach soll zurück ans Tageslicht

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Hier soll schon bald wieder der Haarbach plätschern. Die Bezirksvertreter wollen das Gewässer wieder ans Haarener Tageslicht holen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ihren wichtigsten Bodenschatz – das Wasser – haben die Aachener bekanntlich gut versteckt und weitgehend verrohrt, weshalb vielfach nur die Straßennamen an die vielen Bäche im Stadtgebiet erinnern. Weil das von vielen Menschen beklagt wird, wollen die Haarener Bezirksvertreter nun etwas Wiedergutmachung betreiben und in Marktnähe ein Stückchen Haarbach wieder ans Tageslicht holen.

Eine Baustelle der Stawag hat die Bezirksvertreter von SPD und Grünen auf die Idee gebracht, den kanalisierten und unterirdisch fließenden Haarbach im Dorfzentrum zumindest auf einem Teilstück wieder offen plätschern zu lassen. Geplant ist die Bachoffenlegung am Haarener Marktplatz auf lange Sicht ohnehin, so haben es jedenfalls die Planer eines sogenannten Integrierten Handlungskonzepts für Haaren vorgeschlagen. Dank der Baustelle wird den Haarenern aber an der Einmündung der Haarbachtalstraße auf die Alt-Haarener Straße schon jetzt ein erster Blick auf den Haarbach ermöglicht. Und der soll nun auch von Dauer sein.

Bei zwei Gegenstimmen hat sich auch die CDU mehrheitlich dem Antrag von SPD und Grünen angeschlossen, das derzeit für eine Einstiegsgrube geöffnete Haarbachgewölbe auch nach Abschluss der Bauarbeiten offen zu lassen. „Dann kann man mal sehen, wie das ankommt bei den Menschen“, sagt Nathalie Hüllenkremer, SPD-Bezirksvertreterin und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. „So viele Menschen bemängeln immer, dass Aachen kein Wasser hat, aber wir haben es in Haaren und das wollen wir auch zeigen.“

Viele Passanten gucken schon

Seit August saniert die Stawag den kanalisierten Teil des Haarbachs entlang der Alt-Haarener Straße und der Haarener Gracht. Die Einstiegsgrube liegt in der Mitte des verrohrten Teils, von dort aus wird auch das Material für die Sanierung unter die Erde gebracht. Schon jetzt nutzen viele Passanten die Gelegenheit, einen Blick auf den in zwei Meter Tiefe fließenden Bach zu werfen, der nur wenig später in die Wurm mündet.

„Hier können wir schon jetzt zeigen, wie das später mal aussehen soll“, freut sich Hüllenkremer über den Beschluss der Bezirksvertretung. Größere Umbauten sind ihrer Meinung nach nicht nötig. „Wir brauchen da ja keine richtige Böschung.“ Ein Geländer würde zunächst reichen, um die wenigen Meter offenen Bachlauf abzusichern. Dazu könnte eine Schautafel aufgestellt werden, die die Menschen über die weiteren Planungen informieren soll. „Wo der Haarbach sonst noch geöffnet werden soll, muss noch diskutiert werden“, sagt Hüllenkremer.

Vorerst sind dort aber noch die Bauarbeiter zugange. Für die Kanalsanierung hat die Stawag eine Dauer von insgesamt sechs Monaten veranschlagt.

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