Aachen - Ein stimmungsvoller„4Klang“ in den Aachen-Arkaden

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Ein stimmungsvoller„4Klang“ in den Aachen-Arkaden

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
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Emil Ciocoiu, Ildiko Matrai und Viorel Chirea (von links) stellen in der Galerie des Kulturwerks aus. Außerdem sind Bilder von Mihail Gavril (nicht im Bild) zu sehen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Drei Maler und eine Bildhauerin, alle aus Rumänien stammend und international erfolgreich, fanden sich zum stimmungsvollen „4Klang“ in der lichten Galerie des Kulturwerks in den Aachen-Arkaden zusammen.

Ins Auge fallen zunächst die großen, farbgewaltigen Gemälde von Emil Ciocoiu, die wie Licht- und Kraftquellen wirken. Eine ungeheure Dynamik bestimmt fast jedes Bild, und Titel wie „Vulkan der Künste“ oder „Götterfunken“ finden Worte für die entfesselten Energien. Orange, Rot- und Gelbtöne, aber auch kräftiges Blau stehen für die Kräfte der Unendlichkeit, die Emil Ciocoiu beschwört.

Farblich reduziert, aber von der großen runden Form her äußerst präsent sind die spannungsreichen Tondos von Viorel Chirea. Eine deutliche Plastizität erhalten die Arbeiten durch dicke, selbst geschöpfte Papiere und Pappen, gehalten von kräftig aufgetragenen Creme- und Schwarztönen und gezeichnet von der Witterung. Der Clou der experimentellen Arbeiten ist ein Knick – der Tondo geht in die dritte Dimension.

Wesentlich dezenter geben sich die hellen Steinskulpturen der Bildhauerin Ildiko Matrai, die über den Raum verteilt sind. Äußerst sinnlich sind ihre eher kleinen Arbeiten, die sie nur von Hand meist aus Marmor, Sandstein und Alabaster erstellt. Respekt vor dem Stein ist ihr Credo – sie befreit die Figur, die darin verborgen ist und lädt ein, die unterschiedliche Materialität der Oberflächen und des Steins selbst zu ertasten.

Sehr wenig Platz nehmen die Stillleben von Mihail Gavril ein – umso größer ist ihre Ausstrahlung. Meist rote Äpfel malt der Künstler und schichtet und legt sie etwa zu einem „Herbstrhythmus“ oder einer „Herbstpyramide“ zusammen. Schlicht wundervoll ist der Farbauftrag, und selbst kleinste Details seiner Malerei sind große Kunst.

Die Einführung in die Ausstellung hielt Dieter Philipp, Mitglied im Kulturwerk, amtierender Präsident der Handwerkskammer Aachen und Ehrenpräsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Mai in den Aachen-Arkaden zu sehen, geöffnet ist sie von dienstags bis samstags jeweils zwischen 13 und 19 Uhr.

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