Aachen - Ein Stadtplan, der Barrieren abbauen soll

Ein Stadtplan, der Barrieren abbauen soll

Von: Sonja Moritz
Letzte Aktualisierung:
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Behindertenbeauftragter Helmut Bücken präsentiert den neuen Stadtplan für Menschen mit Behinderung. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nach gut einem Jahr Arbeit hat die Stadt Aachen am Donnerstag druckfrisch den ersten Stadtplan für Menschen mit Behinderung präsentiert. In einer Zusammenarbeit zwischen dem städtischen Fachbereich Soziales und Integration sowie dem Fachbereich Geoinformation und Bodenordnung wurde auf Antrag des Sozialverbands VdK eine Karte für mobilitätseingeschränkte und sehgeschwächte Personen entwickelt.

Der Stadtplan im DIN A3-Format ist sehr handlich und lässt sich gefaltet in jeder Tasche unterbringen. Er zeigt Steigungen über sechs Prozent, die Bodenbeschaffenheit, Behindertentoiletten, Behindertenparkplätze samt Öffnungszeiten und barrierefrei zugängliche Sehenswürdigkeiten auf. Zu sehen sind der Bereich innerhalb des Alleenringes mit angrenzenden Straßen sowie Burtscheid. Weitere Stadtteile sollen künftig miteinbezogen werden.

Interessierte können den Stadtplan im Touristenservice, im Bürgerservice, in Verwaltungsgebäuden und auch auf der Homepage der Stadt Aachen erhalten.

Schon getestet

Bei der Entwicklung des Stadtplans standen den städtischen Mitarbeitern Betroffene zur Seite. „Ältere Menschen, Sehbehinderte und mobilitätseingeschränkte Personen waren beteiligt und erprobten den Plan bereits auf seine Anwendbarkeit”, versichtert Helmut Bücken, Behindertenbeauftragter der Stadt und Mitarbeiter der Leitstelle „Älter werden in Aachen”. In Zukunft wollen die Verantwortlichen auf alle Verbessserungsvorschläge eingehen und den Plan optimieren.

Auch die Touristen sollen profitieren. „Denn je barrierefreier eine Stadt ist, desto mehr Gäste zieht das an”, erklärt Helmut Huntgeburth, Vertreter des Sozialverbands VdK. IHm liegt besonders am Herzen, dass jeder Bürger selbstständig am Leben teilnehmen kann, ohne von anderen Menschen abhängig zu sein. Der neue Stadtplan soll einen Beitrag dazu leisten.

Außerdem erhofft er sich eine bessere Integration von Menschen mit Behinderung in das Stadtleben, wenn diese sich freier in der Stadt bewegen können.
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