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„Ein Sommernachtstraum“: Amüsantes Verwirrspiel um die Liebe

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Der Liebesreigen um Demetrius und Lysander sowie Hermia und Helena steht im Mittelpunkt von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“, den die Theaterschule Aachen auf die Bühne bringt. Foto: Harald Krömer
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Die jungen Schauspieler kommen sich im „Sommernachtstraum“ des Öfteren näher. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Dieses Zeug hier macht dich scharf!“ Mit diesem Satz und seinem Zaubersaft setzt Puck die Kette von Liebesverwicklungen in Gang, die dazu führt, dass sich die jungen Liebenden die ganze Nacht in allen nur erdenklichen Paarungen kreuz und quer durch den Wald jagen. Für den Zuschauer ist viel Vergnügen garantiert.

Dieses amüsante Verwirrspiel um die Liebe der beiden jungen Männer Demetrius und Lysander sowie der Frauen Hermia und Helena steht im Mittelpunkt von William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Die zeitlose Komödie feierte jetzt in der anspruchsvollen Inszenierung der Theaterschule Aachen am Samstag ihre Premiere. Damit setzte die Schule einen tollen Akzent haargenau auf dem 400. Todestag von William Shakespeare, wie Schulleiterin Ingeborg Meyer freudig erklärt.

Das Stück spielt in den Tagen vor dem Maifeiertag und greift damit den Volksglauben zu Shakespeares Zeit auf. Mit der Walpurgisnacht war damals ein besonderer Zauber verbunden. In einer fantastisch anmutenden Traumwelt beeinflussen der Elfenkönig Oberon und dessen Diener, der Kobold Puck, die Geschicke der Menschen. Handlungsorte sind Athen und die umliegenden Wälder.

Hier gebiert der Schlaf der Vernunft fantastische Wesen. Sie begegnen den Paaren des Nachts, wenn der Traum die Kontrolle übernimmt und die Vernunft nicht über sie wacht. Als die Liebespaare am nächsten Morgen aufwachen, halten sie alles für einen Traum und endlich finden die zusammen, die wirklich zusammengehören.

„Das Stück hat drei verschiedene Erzählebenen, nämlich die der Elfenkönigin Titania, die der Liebenden und die der Handwerker. Unsere Studierenden aus dem sechsten Semester sowie aus dem Basic-Semester spielen jeweils mehrere Rollen“, erklärt Regisseur Roman Kohnle. Er hat versucht, verschiedene Schwerpunkte zu setzen. „Die Handwerker gehen ins Clowneske, die Szenen der Liebenden haben einen stark körperlichen Ansatz und an die Titania sind wir über Masken herangegangen“, erläutert Kohnle.

Seit November hat er mit den jungen Schauspielern daran gearbeitet, immer weiter bis ins letzte Detail an den Charakteren gefeilt. Das merkte das Premierenpublikum, das die amüsanten und hitzigen Dialoge der Protagonisten mit reichlich Applaus belohnte.

Schnörkellos und puristisch gab sich das Bühnenbild, das die Aufmerksamkeit der Zuschauer ganz auf die Akteure lenkte. Allein einige Garderobenständer und von der Decke hängende Stühle schufen die Kulisse, in deren Mittelpunkt ganz das Schauspiel stand.

Beeindruckend ist insbesondere die Wandlungsfähigkeit der jungen Schauspieler, die hintereinander in verschiedene Rollen schlüpfen. Die Kostüme der Liebenden sind mit viel Brokatstoff ganz auf Shakespeares Zeit abgestimmt. Toll anzusehen sind auch die fantasievollen Gewänder im Elfenland.

Für die jungen Schauspieler Christine Beck, Mehdi Benjdila, Mary-Ann Berger, Lydia Bur, Diana Djamadi, Christopher Gollan, Anne-Lisa Joeris, Kornel Kass, Berna Kilicli, Hannah-Sophia Küpper, Carolin Leweling, Thilo Metzger, Lukas Strübig und Alexander von Karger wird Shakespeares 400. Todestag und die gelungene Aufführung eines seiner größten Werke sicher immer ein prägendes Erlebnis sein.

„Diese Shakespeare-Aufführung bleibt im Jubiläumsjahr nicht unsere einzige. Ab 2. Juni zeigen die Absolventen zum Saisonabschluss „Viel Lärm um nichts“, verrät Schulleiterin Ingeborg Meyer.

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