Ein Schnullerbaum für Aachens Kinder

Von: Margot Gasper
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Bunte Ketten aus lauter ausrangierten Schnullern: Dieser Schnullerbaum steht in Bremen. Nun soll auch Aachen einen kriegen. Foto: ddp

Aachen. In Witten ist es eine Platane, in Münster eine amerikanische Rot-Eiche, im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick ist es ein Eisenholzbaum (Parrotia persica).

Immer mehr Kommunen gönnen sich einen Schnullerbaum. „So was brauchen wir auch”, findet Dorothea Thomas-Kupke. Einen Aachener hat sie von ihrer Idee schon überzeugt: den Oberbürgermeister.

Die Idee stammt angeblich aus Dänemark: Damit Kleinkindern der Abschied vom Schnuller etwas leichter fällt, dürfen sie ihren liebgewordenen „Nucki” feierlich an den Schnullerbaum hängen, um fortan ganz tapfer ihr Leben ohne Schnuller zu leben.

„Kinder können den Baum als tröstenden Freund erleben, denn sie können ihn immer wieder besuchen”, verlautet aus dem Bezirksamt Treptow-Köpenick, wo man vor drei Jahren auf den Trichter mit dem Schnullerbaum gekommen ist. Dorothea Thomas-Kupke in Aachen verspricht sich von einem Schnullerbaum zu allererst Freude für Kinder, Eltern und Großeltern. Sie erhofft sich aber auch bevölkerungspolitische Folgen: „Als Nebeneffekt dürfte der Baum indirekt dazu beitragen, die Zahl der kleinen Bürger in Aachen und die Geburtenrate zu steigern”, schrieb sie an den OB.

Bei der Stadt steht man dem Vorschlag sehr aufgeschlossen gegenüber. Der OB hat sich bereits für den „schönen Vorschlag” bedankt. Und Heinz Zohren, bei der Stadt zuständig fürs Bündnis für Familie, sieht mehrere Möglichkeiten, welcher Aachener Baum zum Schnullerbaum werden könnte.

Alle Varianten, teilt der OB weiter mit, würden jetzt auf ihre Realisierbarkeit überprüft. Wann und wo das erste Aachener Kind seinen Schnuller an den Baum hängen kann, sei deshalb derzeit noch nicht vorherzusagen.

Kinderfreundliches Symbol

Ein Schnullerbaum, findet Dorothea Thomas-Kupke, wäre eine Geste mit Symbolcharakter und könnte Aachen aufs Schönste als kinderfreundliche Stadt zeigen. Sie könnte sich einen der Bäume zwischen Elisengarten und Geldbrunnen wunderbar als Schnullerbaum von Aachen vorstellen.

Wahlkampf sei ihr Vorstoß übrigens nicht, versichert Thomas-Kupke - auch wenn sie für den Stadtrat kandidiert - als Einzelbewerberin im Wahlbezirk 24, Eilendorf-Süd. Die Aachener ermuntert sie, sich auswärts ruhig mal inspirieren zu lassen. „Es gibt so viel, was man tun kann, um die Stadt zu verschönern, ohne dass das viel kostet.”
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