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Ein Schatzsucher wird Prinz Karneval

Von: Christopher Gerards
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Regiert jetzt mit Zepter, Prin
Regiert jetzt mit Zepter, Prinzenmütze samt Fasanenfedern und Prinzenkette: Rainer I. (Cohnen) ist eine Tollität zum Anfassen. Bei seiner Proklamierung kam er bei allen Jecken im Eurogress gut an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein Gerücht geht um in Aachens Spelunken, das Gerücht vom Schatz im Hangeweiher. Nebel habe in der Dunkelheit über dem Gewässer gehangen, und Karl der Große sei auf seinem kleinen Boot in die Weiten des Sees gerudert, um dort den geheimnisvollen Schatz zu versenken.

Man munkelt und vermutet, man ahnt und man spinnt Seemannsgarn, doch bis heute ruht der Schatz in den Tiefen des Gewässers. Wenn es ihn denn überhaupt gibt.

Die mutigsten Seemänner, die Aachen zu bieten hat, stechen in See, um genau das herauszufinden. Anker los und volle Kraft voraus, die Schatzsuche für Rainer Cohnen kann beginnen!

Stopp: Ein Schatz im Hangeweiher, da war doch was? Richtig, zwei Wochen ists her, da bargen Taucher drei Tresore aus dem See im Aachener Süden. Nun also Rainers Hofstaat beim Prinzenspiel. Mysteriös gings zu unter den Augen von 1400 Zuschauern im ausverkauften Eurogress. Und immer wieder spektakuläre Tanzeinlagen der Friends of Fantasy der KG Horbacher Freunde, die die Bühne zeitweise in eine einzige La-Ola-Welle verwandelten. Was für eine Optik der rund 50-köpfigen Gruppe!

Schängche als Galionsfigur

Dann der große Moment. Dunkelheit, Rainers Mannen sehen sich um, gleiten auf ihrem Boot über den See. Als Galionsfigur et Schängche, in den Händen kleine Lampen. Eine Fahrt über die Öcher Welle. Denn so lautet das Sessionsmotto: „Von der Maas bis zum Rhein mit dem Narrenschiff muss sein, surfen auf der Öcher Welle von Bad Aachen bis nach Kölle.” Auf einmal rufen die Seeleute: „Hey Käptn, wir haben was gesehen!” Die Crew steigt aus dem Boot, bildet einen Kreis, die zwölf Kerle deuten auf eine braune Kiste. Was da wohl drin ist?

Adjutant Marcus Quadflieg ist es schließlich, der den ersten Blick hineinwagt. Dann hievt er den Schatz in die Luft. Es ist die Prinzenmütze! Und plötzlich zeigt sich auch Rainer, springt in seinem blau-weißen Gewand hervor. Die Inthronisierung kann beginnen: Vorjahres-Prinz Alwin I. übergibt die Prinzen-Kette an seinen Nachfolger, AKV-Senats-Chef Rolf Lücker das Zepter. Schließlich sind es Wilm Lürken, der die Mütze überreicht, und Dietmar Spotke, Präsident des Senats der Prinzengarde, mit den passenden Federn. Zum Schluss gibts noch die Urkunde von Oberbürgermeister Marcel Philipp. Aus Rainer Cohnen, dem Bauelementehändler aus Eilendorf, ist Rainer I. geworden, der Regent aller Öcher Jecken.

Doch dem fehlen jetzt die Worte: „Ich bin selten sprachlos, aber jetzt bin ich ganz überwältigt.” Nicht so dem Publikum: „Oh, wie ist das schön”, hallt es durchs Eurogress. Und Rainer und seine Mannen singen jetzt auch: „Ich bin dein Prinz heut Nacht, wer hat sich das wohl ausgedacht?”

Schatz gefunden, Mission erfüllt? Nicht ganz. Denn einigen Schätzen wendet sich Rainer noch zu. Ein Dank geht an seine Crew, seine sichtlich gerührte Frau Verena, die Kinder Allegra und Christopher, den Vater und die Mitarbeiter seiner Bauelementefirma. Und auch seine Mutter bekommt ganz besondere Dankesworte: „Mama, ich liebe dich!”, ruft Rainer in den Saal.
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