Ein roter Teppich für Aachen

Von: Anke Hinrichs
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Erste Aktien gezeichnet: (v.l.
Erste Aktien gezeichnet: (v.l.) Doris Talpay,Thomas Hoyer, Markus a Campo, Monika Wirtz-Heinecke und Nadja Foto: Ralf Roeger

Aachen. Alle wichtigen Städte in Europa haben es, und am 10. September findet es auch bei uns statt. Dann rollt das Kaleidoskop Filmforum am Alten Schlachthof, Metzgerstraße 66, den roten Teppich für das erste Filmfestival Aachens aus.

Mit „Ein roter Teppich für Aachen” ist das Festival übertitelt und Iris Talpay vom Vorstand des Filmforums ist der Meinung: „Als Hochschulstandort und bedeutender Kulturstandort neben Lüttich und Maastricht steht Aachen eine innovative Kultur und gelebte Internationalität, wie sie von Filmkunst verkörpert wird, einfach gut zu Gesicht”.

Damit soll Aachen ein Standort in Deutschland für das aus Frankreich stammende „Festival international très courts” werden, dem schon seit dreizehn Jahren stattfindenden Festival für sehr kurze Filme. Sehr kurz heißt: ein Film darf nicht länger als drei Minuten dauern, Titel und Abspann ausgenommen. Talpay erklärt: „Dieses Internationale Festival ist ein Netzwerkfestival, das in fünf Kontinenten und 70 Städten zeitgleich über die Bühne geht und Aachen soll dabei sein.” Jedes Jahr bietet das Netzwerk eine Reihe aktueller Kurzfilme mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. Die Aachener Cineasten vom Filmforum haben sich für das Thema „Die Stimme der Frauen” entschieden und zeigen rund 15 Filme.

Zwei Mal eine Stunde ist für dieses ungewöhnliche Vorhaben eingeplant, danach geht es weiter zum regionalen Block, der von regionalen Produktionen geprägt ist. Dort laufen „lange” Kurzfilme, die schon mal acht Minuten dauern können und familientauglich sind. Gezeigt werden unter anderem drei Stummfilme aus Produktionen des Theaters 99 und fünf Kurzfilme des flämischen Medienkünstler Stijn Meuris. Sie stehen im Zusammenhang mit der Bewerbung Maastrichts als Kulturhauptstadt und bringen des Künstlers Sicht auf die Euregio ins Bild.

Aber so ein Filmfestival will bekannt gemacht und finanziert werden, und es soll laut Talpay nicht bei diesem einen Mal bleiben: „Wir planen für fünf Jahre, und da mussten wir zu modernen Mitteln in der Werbung greifen”, erklärt die Herausgeberin der Zeitschrift „Kaleizette”. Also können die interessierten Festival-Besucher ab sofort zu Aktionären werden. Dafür bezahlen sie einen Betrag und erhalten eine auf besonderem Papier gestaltete Aktie, mit Seriennummer, einem speziellen Code und eigenem Namen, den der Designer Thomas Hoyer in schönster Schrift in ein gesondertes Feld einträgt. Mit dem Kauf erwerben die frisch gebackenen Aktionäre Rechte: das Wertpapier gilt als Festival-Pass und Einladung zu exklusiven Veranstaltungen des Filmforums.

„Mit dem Kauf einer Aktie übernimmt man auch eine Patenschaft für das Festival”, sagt Nadja Lambacher, Mitglied bei Kaleidoskop, auf deren Idee sich die Wertpapier-Aktion gründet. Das werde in vielen Theatern praktiziert, dort übernähmen Besucher Patenschaften für Theatersessel. Die Aktien für das Festival am 10. September sind ab sofort für den Preis von 25,50 und 100 Euro beim Filmforum zu erwerben. Informationen gibt es unter Telefon 870780.
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