Ein riesiges Läuferfeld am Hangeweiher

Von: Martina Stöhr
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Sonnenschein und leichter Wind: Bei idealen Bedingungen gehen Tausende beim 2. Aachener Firmenlauf auf die Strecke. Foto: Ralf Roeger
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Auf die Plätze: Extremsportler Joey Kelly gibt den Startschuss zum Fünf-Kilometer-Lauf. Die zehn Kilometer läuft er dann selbst. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Mehr als 5000 Läufer kann der Hangeweiher nicht aufnehmen. Wir sind am Limit“, sagt Daniel Gier, Geschäftsführer von MedAix und Hauptorganisator des 2. Aachener Firmenlaufs, der sich damit zum größten Lauf Aachens gemausert hat. Und tatsächlich dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bevor nach dem Startschuss der Pulk mit den ersten Läufern an den Zuschauern vorbei ist.

Sie haben sich für die kürzere der beiden Strecken entschieden und laufen fünf Kilometer um den Hangeweiher. Der hat sich Mittwochnachmittag in eine Hochburg der Sportler verwandelt. Bereits gegen Mittag wurden alle umliegenden Straßen rund um die Laufstrecke abgesperrt. Ein Shuttle-Service brachte Läufer und Zuschauer zum Starttor. Wer dennoch mit dem Auto unterwegs war, musste abseits parken und den Rest zu Fuß gehen. Es sei alles andere als schwer gewesen, so viele Läufer für den 2. Aachener Firmenlauf zu mobilisieren, sagt Gier. Im ersten Jahr habe man kaum Zeit gehabt, Werbung zu machen. Damals ging nur rund die Hälfte der Läufer an den Start. Und schon das war ein großer Erfolg. „Es braucht nur einen Motivierten in einer Firma, dann gehen alle an den Start“, sagt Gier. Und motiviert waren die Läufer am Hangeweiher. Zur rockigen Musik aus den Lautsprechern wippten sie sich warm und lauschten den Gesprächen auf der Bühne.

Etwas für die Gesundheit tun und Laufen für einen guten Zweck: Das sind die zwei Gründe, die die Läufer an den Start gebracht haben. Zahlreiche Sponsoren stehen hinter der Idee und sorgen dafür, dass nach dem Lauf ein ordentlicher Batzen Geld gespendet werden kann. Unterstützt werden die Projekte „Kampf gegen Gewalt“ und „Aachen macht satt“. Vertreterinnen der Kita Wiesental erzählten, wofür sie das Geld so sehr brauchen. Die Kita setzt auf gesunde Ernährung und investiert in Lebensmittel und ihr Projekt „Agil“. CDU-Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke machte Werbung für das Projekt „Kampf gegen Gewalt“ und ging dafür auch selbst an den Start. Fünf Kilometer traute er sich ohne Weiteres zu. Und wer Gesundheit predige, müsse auch selber etwas dafür tun, sagte er.

Für den Extremsportler Joey Kelly sind Strecken von fünf und zehn Kilometern natürlich Kleinigkeiten. 13 Mal war der Gaststar des Nachmittags beim Iron Man dabei, 31 Mal hat er einen Ultra-Marathon gelaufen. Er habe viele harte Wettkämpfe hinter sich, sagte er und erzählte von Läufen in der Wüste und in Sibirien. Volks- und Firmenläufe findet er genial. „Die Atmosphäre ist großartig. Die Leute teilen die Leidenschaft für die Sache. Das ist phänomenal“, schwärmt Kelly. Und außerdem seien die Bedingungen ideal: super Wetter und leichter Wind. Nachdem er den Startschuss für den Fünf-Kilometer-Lauf gegeben hatte, ging er wenig später für den Zehn-Kilometer-Lauf selbst an den Start. Vermutlich war das für ihn nicht mehr, als sich mal eben ein bisschen warm zu machen.

Die Schnellsten

In der Mannschaftswertung über fünf Kilometer siegten die Teams „Trianel“ (Männer) und „Uniklinikum RWTH“ (Frauen). Die Schnellsten waren Marco Schopen (15:05 Minuten) und bei den Frauen Heike Herma (18:38 Minuten). In der Mannschaftswertung über zehn Kilometer belegten die Teams „FEV bewegt“ (Männer) und das „Wotax-Team“ (Frauen) jeweils den ersten Platz. In der Einzelwertung lagen Mussa Hudrog (30:03 Minuten) und Theresa Körtgen (37:19 Minuten) ganz vorn.

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