Aachen - Ein Rettungswagen für die Helfer in Syrien

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Ein Rettungswagen für die Helfer in Syrien

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Dieser Rettungswagen fährt demnächst Einsätze in Syrien. Dezernent Lothar Barth (links) und Feuerwehrchef Jürgen Wolff (rechts) überreichten das Fahrzeug an Ali Aljaloud. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Situation in Syrien hat sich verschärft. „Die Not ist groß. Die medizinische Versorgung ist zusammengebrochen. Es gibt keine Ärzte und keine Medikamente“, erzählt Dr. Ali Aljalloud. Umso größer ist seine Freude und die seiner Mitstreiter, dass die Aachener Feuerwehr nun einen Rettungswagen für den Einsatz im Krisengebiet gespendet hat.

Aljalloud will ihn noch im Oktober höchstpersönlich über die Türkei nach Syrien bringen. Dabei war die Spende der Feuerwehr alles andere als selbstverständlich. „Wir geben den Wagen in vertrauenswürdige Hände“, sagte Dr. Lothar Barth, Personal- und Organisationsdezernent der Feuerwehr. Er wünscht sich, dass er allen Bedürftigen unabhängig von ihrer Gesinnung zugute kommt. „Wir wollen uns nicht positionieren“, sagte er mit Blick auf die Lage in Syrien.

Damit die Spender später darüber unterrichtet sind, was mit ihrem Einsatzfahrzeug in Syrien geschieht, sollen alle Schritte mit Fotos dokumentiert werden, so Markus Reissen von der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG). Hier hat sich eine Syrien-Hilfsgruppe gebildet, die laut Reissen multikulturell, interreligiös und multinational ist. Ihr größtes Anliegen sei, humanitäre Hilfe zu leisten.

„Die politischen Probleme können wir nicht lösen“, betonte Reissen bei der offiziellen Übergabe des gut ausgestatteten Rettungswagens aus dem Jahr 1999. „Das ist gigantisch. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte er beim Anblick des Fahrzeugs. Und Aljalloud erzählte von seinen Plänen, den Rettungswagen zu überführen. Es sei ein grausamer Krieg in Syrien, unter dem vor allem die einfachen Leute litten, sagte er. Und er betonte: „Wir machen weiter.“ Schließlich sei ein Ende der Krise auch nicht in Sicht.

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