Ein neuer Anlauf für das Schüler-Café

Von: Margot Gasper
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Treffpunkt und Anlaufstelle für junge Leute: Seit 2005 ist das Philipp-Neri-Haus Träger des Schüler-Cafés. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Ein heißer Sommer ist das für das Schüler-Café. Die Räume des offenen Jugendtreffs im Aachen-Fenster an der Buchkremerstraße sind selbst an kühlen Sommertagen oft gewaltig aufgeheizt.

Besucher berichten, dass die Temperaturen nicht selten die 30-Grad-Marke erreichen. Das Problem ist die Lüftung. Seit Jahren ist klar, dass die Heizungs- und Klimaanlage im Schüler-Café dringend repariert werden muss, zumal die Räume nicht nur die Offene Tür beherbergen, sondern auch für Veranstaltungen aller Art vermietet werden. Passiert ist allerdings bisher nichts. Nicht nur wegen der hohen Temperaturen ist die Ertüchtigung der Klimaanlage notwendig. Sie ist auch Voraussetzung für eine schon lange angestrebte Nutzungsänderung für das Schüler-Café.

Nun kommt aber offenbar Bewegung in die Sache. „Wir sind zuversichtlich, dass die Probleme im Schüler-Café in naher Zukunft aus der Welt geschafft werden können”, erklärte Axel Costard vom städtischen Pressebüro am Freitag auf Anfrage. Noch im September werde es zu den notwendigen Arbeiten einen Termin mit den maßgeblich Beteiligten geben.

Bereits im April 2010, also vor mehr als zwei Jahren, beantragte das Medien- und Kulturzentrum Philipp-Neri-Haus, das Träger der Offenen Tür ist, eine Nutzungsänderung für die Räume, eine Konzessionsanpassung sowie Mittel für eine neue Ausstattung. Angesichts rückläufiger Besucherzahlen wollte man die Öffnungszeiten verändern und das Schüler-Café attraktiver für die jungen Nutzer machen.

Hemmschuh für die Arbeit des Schüler-Cafés war stets auch die Zahl der Nutzer, die auf 99 Personen beschränkt war - und immer noch ist. Größere Veranstaltungen wie der „Youth Dance”, die auch neues Publikum in den Jugendtreff ziehen können, sind deshalb jedes Mal nur auf Antrag und mit - teurer - Sondergenehmigung möglich.

Im November 2010 beriet der Kinder- und Jugendausschuss über die Vorstellungen des Trägers. Die Politiker stimmten damals dem Antrag zu und stellten für notwendige Baumaßnahmen 45.000 Euro zur Verfügung. Die Lüftungsanlage ist allerdings noch immer nicht saniert.

Stadt hat ein Nutzungsrecht

Die Verzögerung hat wohl auch mit der komplizierten Gemengelage rund um den eigenwilligen Bau zu tun, der 1994 nach langen politischen Querelen auf dem Gelände des früheren Kaiserbads entstand. Denn die Stadt Aachen ist nicht Eigentümerin des Gebäudes. Sie hat lediglich ein Nutzungsrecht für einen Teil des Hauses erworben. Und bei notwendigen Arbeiten gab es offenbar in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen darum, wer für welche Kosten aufzukommen habe.

Mittlerweile sei das Aachen-Fenster im Besitz einer Berliner Immobilien-Gesellschaft, teilte Costard mit. Und in der Verwaltung ist man zuversichtlich, die anstehenden Fragen zügig klären zu können.

Diese Woche befassten sich auch die Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses in nicht öffentlicher Sitzung mit der baulichen Situation im Schüler-Café. Im Schulausschuss warb Martin Künzer (SPD) zwei Tage später eindringlich um Unterstützung für den Jugendtreff. Die Jugend- und Schulpolitiker, so Künzer, sollten sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die Räume „so eingerichtet werden, dass ein problemloser Betrieb möglich ist”.

Aachen brauche das Schüler-Café, erklärte auch Bürgermeisterin Hilde Scheidt am Freitag auf Anfrage. „Die Jugendpolitiker aller Fraktionen wollen, dass es in der Innenstadt weiter einen Jugendtreff gibt.”
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