Aachen - Ein nahezu perfekter Mordplan

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Ein nahezu perfekter Mordplan

Von: Amien Idries
Letzte Aktualisierung:
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Mord, Eifersucht, unerwartete Wendungen: Im Krimi von Drunbridge kommen die Figuren Glen und Sheila ins Schwitzen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Für verwaiste Bürgersteige sorgt der Name Francis Durbridge heutzutage zwar nicht mehr, für eine ausverkaufte Theaterpremiere reicht die Strahlkraft des Krimiautors der sechziger Jahre aber immer noch.

„Plötzlich und Unerwartet” heißt das 1971 uraufgeführte Stück, das derzeit im Theater Brand, Freunder Heideweg 3, gegeben wird.

Schauplatz des klassischen Kriminalstücks ist der Salon eines Londoner Stadthauses, in dem sich einige zwielichtige Mitglieder der feinen britischen Gesellschaft tummeln. Maggie (Nischka Franck) und Glen Howard (Thomas Birkholz) sind verheiratet und haben ihre besten Ehejahre bereits hinter sich.

Aus Geldgier hat Glen einen perfiden Mordplan ausgeheckt, bei dem ihm seine Geliebte Sheila Wallis (Jasminka Franck), helfen soll. Minutiös gehen die beiden den Ablauf durch. „Wenn du alles so machst wie ich es Dir gesagt habe, kann gar nichts schiefgehen”, beruhigt Glen.

Wie aber so häufig bei scheinbar perfekten Plänen läuft nicht alles so wie es laufen sollte. Da reicht eine Kleinigkeit, und die Sache beginnt aus dem Ruder zu laufen.

Der eigentliche Mord gelingt noch recht reibungslos, aber dann geschehen unvorhergesehene Dinge. Ein unerwarteter Anruf, eine unbedachte Bemerkung und schon geraten Sheila und Glen gehörig ins Schwitzen.

Der als Hauptverdächtige auserkorene Ex-Geliebte von Maggie, Sam Blaine (Sascha Bogdanovic), verschwindet spurlos und Maggies Schwester Helen Tenby (Kristina Franck) beginnt, Verdacht zu schöpfen. Es gibt unerwartete Wendungen, Drogen, Eifersuchtsdramen und ein furioses Finale.

Sowohl Inszenierung als auch Bühnenbild sind klassisch. Mitunter ist der Platz auf der Bühne für vier gleichzeitig agierende Schauspieler etwas knapp bemessen. Dies tut aber der Spielfreude der Darsteller und dem Vergnügen der Zuschauer keinen Abbruch. Überhaupt macht es Spaß zu sehen, mit wie viel Herzblut alle Beteiligten bei der Sache sind.

Hervorzuheben ist Thomas Birkholz, dessen diabolischer Blick bei manchem Zuschauer für schlaflose Nächte sorgen dürfte und Jasminka Franck, die die zunehmend nervöse und zur Hysterie neigende Mordkomplizin vorzüglich gibt.

Nächste Vorstellungen sind am 13. und 14. Juni jeweils um 20 Uhr. Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Weitere Termine unter http://www.theater-brand.de

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