Aachen - Ein Mausklick, und 112 Kitas stellen sich vor

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Ein Mausklick, und 112 Kitas stellen sich vor

Von: Margot Gasper
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Startschuss für das neue Kita
Startschuss für das neue Kita-Portal: Stadtdirektor Wolfgang Rombey, Jugendamtschefin Elke Münich, Nassim Navvabi (Arbeiterwohlfahrt), Guido Rothkopf (Caritas Lebenswelten) und Ruth Wilms, die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses (von links), zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mit jedem Klick mehr Überblick: In Aachen hat am Freitag das neue Kita-Portal den Betrieb aufgenommen. Die Internet-Plattform bietet Eltern eine fast komplette Übersicht der Kindertagesstätten in Aachen. Denn 112 der 128 Kindertagesstätten, die in der Stadt nach dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz) gefördert werden, sind in dem Kita-Portal aufgeführt.

Sichtlich zufrieden verkündete Jugenddezernent Wolfgang Rombey diese Zahl, als er den offiziellen Startschuss für das neue Angebot gab.

Alle 57 städtischen Kindertagesstätten sind natürlich im Kita-Portal vertreten. Aber auch 23 freie Träger haben 55 Kindertagesstätten in die Internet-Übersicht eingebracht. „Zehn Träger mit 16 Kitas sind noch nicht dabei”, so Rombey. Die kirchlichen Träger von sieben Einrichtungen hätten aber bereits signalisiert, dass sie im Laufe des Jahres dazukommen wollen.

Den Familien bietet das neue Portal einen umfassenden Überblick über die Einrichtungen und deren Angebote. Und es bietet natürlich Antworten auf die spannende Frage: Gibt es freie Plätze?

Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, startete zu Demonstrationszwecken gleich eine Anfrage an das neue Internetportal. Jede Suche kann passgenau auf die Bedürfnisse der Familien zugeschnitten werden. Kollege Computer sucht Einrichtungen nach Kriterien wie Stadtviertel, Öffnungszeiten, Betreuungsumfang, Träger, Konfession oder pädagogisches Konzept heraus. Man kann nachschauen, ob in der Wunsch-Kita Englisch gesprochen wird, ob das Haus barrierefrei ist oder ob die Einrichtung bereits als Familienzentrum arbeitet.

Schon im Internet stellt sich jede Kita mit einem ausführlichen, bebilderten Profil vor. Da erfahren Eltern sogar, wann die Einrichtung in den Ferien geschlossen ist. Per Mausklick können sie ihr Kind auch gleich unverbindlich in einer oder mehreren Kitas voranmelden. Die Einrichtung vereinbart dann einen persönlichen Gesprächstermin mit den Eltern. Das Kita-Portal, das betonten zum Start alle Beteiligten, ersetzt also auf keinen Fall das Elterngespräch.

Die Internet-Plattform, ist Wolfgang Rombey überzeugt, erleichtere nicht nur den Eltern die Suche nach einem Betreuungsplatz. „Es erleichtert uns auch die Bedarfsplanung.” Der Stand der Anmeldungen sei jederzeit zu überblicken, Doppelanmeldungen könnten berücksichtigt werden.

Die Kosten des Kita-Portals trägt die Stadt: einmalig 101 000 Euro für den Erwerb der Nutzungsrechte sowie die Schulung der Kita-Mitarbeiterinnen, außerdem 38 000 Euro pro Jahr an laufenden Kosten. Die Kostenübernahme durch die Stadt hat vielen freien Trägern den Beitritt zum Kita-Portal erleichtert. „Gerade die kleinen Träger hätten diese Ausgaben nicht schultern können”, erklärte die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses, Ruth Wilms (CDU).

Und so blickten nun auch die anwesenden Trägervertreter sehr optimistisch auf das neue Kita-Portal. „Im Kita-Bereich liegen viele Aufgaben vor uns allen”, sagte Guido Rothkopf, Fachbereichs­leiter Kinder und Familie der Caritas Lebenswelten GmbH. „Da ist das Kita-Portal ein wertvoller Baustein, denn es liefert uns belastbare Zahlen.” Nassim Navvabi, Fachbereichsleiterin der Arbeiterwohlfahrt, zeigte sich zuversichtlich, dass alle Beteiligten miteinander an der Optimierung des Systems arbeiten werden.

Ein ausdrückliches Lob ging an die städtischen IT-Fachleute für die intensive Entwicklungsarbeit. „Denn es war gar nicht so einfach, die Programme des Software-Anbieters an die Aachener Verhältnisse anzupassen”, betonte Rombey. Das städtische Presseamt wiederum verwendete viel Energie darauf, die vielfältigen Texte und Bilder aus allen Einrichtungen fürs Kita-Portal übersichtlich und vergleichbar aufzuarbeiten.

Außer Aachen haben bisher nur ganz wenige Kommunen in NRW ein solches Internet-Portal. Fachbereichsleiterin Elke Münich plante indes schon für die Zukunft. „Vielleicht”, so überlegte sie, „können wir in zwei oder drei Jahren auch die Tagesmütter und -väter im Kita-Portal darstellen.”
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