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Ein Kupferdach für die Dreifaltigkeitskirche

Von: dd
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Bis Weihnachen ist der Turm der Dreifaltigkeitskirche noch eingerüstet. Dann soll die dringend nötige Sanierung der evangelischen Kirche an der Zollernstraße sq abgeschlossen sein. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zu Weihnachten wird sich die Dreifaltigkeitskirche an der Zollernstraße in neuem Glanz präsentieren. Von weit her wird dann das Gotteshaus an seinem neuen Kupferdach zu erkennen sein. Jetzt besichtigten die Mitglieder des Bauausschusses der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen die seit März bestehende Baustelle.

Seit März ist der Turm der Dreifaltigkeitskirche eingerüstet, weil Turmhelm und Turmspitze neu eingedeckt werden und die Natursteine am Turmschaft saniert werden müssen. Im Sommer vorigen Jahres war bei einer Kontrolle des Turms entdeckt worden, dass die Bitumenschindeln auf dem Turmdach dringend erneuert werden mussten.

Die Schindel waren die Noteindeckung der durch alliierten Bomben arg mitgenommenen Kirche und kurz nach Kriegsende als Provisorium auf den Turm gelegt worden, Auch das Stahlfachwerk im Inneren des Turms war sanierungsbedürftig, ebenso die Naturstein-Verblendung des Turms, die teilweise absturzgefährdet war. „Wir rechnen nun mit Sanierungskosten von 820.000 Euro”, erklärt Markus Plum von der Bauabteilung der Evangelischen Kirchengemeinde.

„Allein die Kosten des Gerüsts liegen bei fast 200.000 Euro.” Das Stahlfachwerk wurde bereits entrostet, ausgebessert und mit einem dreifachen Schutzanstrich versehen. Dachdecker sind nun dabei, eine Holzverschalung herzustellen, auf der die neue Dacheindeckung aus Kupfer angebracht werden soll.

„Die Kirche ist im Aachener Stadtbild prägend”, sagt Architekt Gregor Dewey, der das Projekt leitet. „Da ist es angemessen, dass sie jetzt ein hochwertiges Kupferdach bekommt.” Mit der Turmsanierung sind die Steinmetze und Dachdecker derzeit im Plan, obwohl die Arbeiten an beiden Turmgiebeln viel umfangreicher sind als ursprünglich angenommen. „Bei so alten Gebäuden erlebt man immer wieder Überraschungen”, weiß Dewey. So gab es über die Erbauung und den Wiederaufbau nach der Beschädigung im Krieg keinerlei Dokumentation. Die erstellt das Architekturbüro jetzt neu.
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