Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Ein Karlsfest wie aus dem Märchenbuch

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
karlsfest_bu
Den Tag der offenen Tür beim Karlsfest nutzen nicht nur Karlsschützen und Ehrengäste, auch die Ritter vom Mittelaltermarkt und Touristen aus Asien haben offenbar ihre Freude am traditonellen Gedenktag zum Tode Karls des Großen im Rathaus. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wie aus einem Märchenbuch präsentierte sich am Sonntag der Aachener Markt. „Wie im Märchen”, beschrieb es dann auch der sechsjährige Moritz, und der muss es wissen. Schließlich hat er zu Hause ganz viele Bilderbücher von Rittern, Burgfräulein und Königen - und da ist das genauso.

Das, was Moritz beschreibt, sind die Zelte vor dem Rathaus und die vielen Menschen von der ersten Öcher Hunnenhorde, die Stadtreiter und die Ritter vom Eynevolk. Denn sie alle waren Teil des Karlsfestes, das am Sonntag mit einem feierlichen Pontifikalamt im Dom am Morgen begann und anschließend mit einer mittelalterlichen Zeltstadt und buntem Treiben auf dem Markt seine Fortsetzung fand.

Als „unverwechselbar für Aachen”, hatte Oberbürgermeister Marcel Philipp den Tag bezeichnet, der von der Stadt gemeinsam mit der Fleischerinnung Aachen ausgerichtet wurde. Und der OB sollte Recht behalten. Seit Jahrenm ist es Tradition, den Todestag Kaiser Karls, der auf den 28. Januar datiert wird, festlich zu begehen.

Wenn in Aachen Kaiser Karl gedacht wird, dann darf die Karlsschützengilde freilich nicht fehlen. Der älteste Schützenverein Deutschlands zog mit klingendem Spiel zum Dom und begleitete anschließend die Festgesellschaft zum Rathaus, wo die Schützen traditionell ihre Ehrungen vornahmen. Doch nicht nur den Karlsschützen und Ehrengästen stand am Sonntag das historische Gebäude offen. Das hatte nämlich zur Feier des Tages kostenlos für Besucher alle Räume geöffnet. Auch Moritz bestaunte dort mit seinen Eltern Ute und Michael Schäfer den Krönungssaal, den Sitzungssaal des Stadtrates sowie das Büro von OB Philipp. „Das hatte ich mir doch etwas größer vorgestellt”, musste Michael Schäfer mit Blick auf den Schreibtisch zugeben. „Der Drucker steht ja sogar auf dem Fußboden.” Moritz zog es aber wieder nach draußen, hin zum Treiben, zur Musik und den Kostümierten auf dem Markt. Vor kleinen Feuerstellen drängten sich die Passanten, wärmten sich an Heißgetränken die kalten Hände oder aßen die traditionelle Karlswurst. Eine Kreation der Fleischerinnung mit Kräutern aus dem Karlsgarten, die mit Eintopf und Dinkelbrot gereicht wurde.

„Besser als in den Bilderbüchern”

Der Schnee, der in der Nacht zuvor gefallen war, verwandelte die Szenerie vor dem Rathaus in eine winterliche Idylle. Moritz war wie gebannt, konnte sich nicht daran satt sehen. „Noch besser als in den Bilderbüchern”, sagte er zufrieden, warf einen Schneeball auf den Rücken seines Vaters und grinste: „Das haben die Kinder damals bestimmt auch gemacht.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert