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Ein hübsches Facelift für den alten Grenzübergang

Von: Christopher Gerards
Letzte Aktualisierung:
Umgestaltung Grenze Köpchen,
Nach der Umgestaltung soll der alte Grenzübergang Köpfchen so aussehen wie die belgische Ministerin Isabelle Weykmans, Raerens Bürgermeister Hans-Dieter Laschet und Aachens Planungsdezernentin Gisela Nacken im Bild zeigen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Dicke Bagger, aufgerissene Böden und Ampeln säumen seit Mitte August den Straßenverlauf an der deutsch-belgischen Grenze am Köpfchen. Doch im nächsten Frühjahr soll die Optik harmonischer sein, vor allem dank eines Teppichs und eines Steges.

Was zunächst Assoziation wie „Wohnzimmer” oder „Wassersport” hervorruft, ist zentraler Bestandteil des bis März 2012 währenden Umbaus am ehemaligen Grenzübergang.

Denn die rund 250 Meter auseinander liegenden ehemaligen Grenzhäuschen beider Länder sollen über einen braunen Beton-Gehweg miteinander verbunden werden. Diese auf der Seite des Kunst- und Kulturzentrums „Kukuk” entstehende Promenade soll zwei Meter breiter sein als das Vorgängermodell. Damit biete sie sich künftig als Aktionsfläche an, sagt Stefan Büttgen, Projektkoordinator vom Ingenieurbüro Berg und Partner.

Und weil der Weg ausschließlich per Pedes beschritten werden wird, in der Höhe aber unterschiedlich ausfällt, haben sich die Planer die etwas verwirrenden Begriffe „Teppich” und „Steg” einfallen lassen.

Außerdem soll die Straße ab dem Augustinerweg schmaler werden - seit dem Umbau ist sie gar nur einspurig befahrbar - , damit potenzielle Bleifüße sprichwörtlich ausgebremst werden. Baudezernentin Gisela Nacken erhofft sich davon, dass mehr Leute einen Blick auf das Gelände rund um das Kukuk werfen und Lust bekommen, die hier beheimateten Angebote wahrzunehmen. Weiterhin ist eine Bushaltestelle direkt am Kukuk vorgesehen, zudem soll der in Belgien liegende Kanal generalüberholt werden. Auch werde im nächsten Monat das ehemalige belgische Grenzhäuschen saniert, sagt Hans-Dieter Laschet, Bürgermeister der Gemeinde Raeren.

Grenzüberschreitung, das ist das Stichwort für das komplette Umgestaltungs-Projekt, das von der Stadt Aachen, der Gemeinde Raeren und den zwei Kukuk-Vereinen ins Leben gerufen wurde. So begann 2009 etwa die Renovierung des heutigen Kunst- und Kulturzentrums.

Grenzüberschreitend sind auch die Kosten für das Umgestaltungs-Projekt: 694.000 Euro schlagen auf belgischer Seite zu Buche, 716.000 Euro auf deutscher Seite. Die Stadt Aachen berappt einen Eigenanteil von mehr als 140.000 Euro.

„Es ist wichtig, dass man die kulturhistorische Geschichte des Ortes erhält und erlebbar macht”, meint Gisela Nacken, die sich noch an Zeiten erinnern kann, in denen sie ihren Ausweis an der Grenze vorzeigen musste. Erst seit 1995 herrscht freie Fahrt auf Aachener und Eupener Straße.

Für Pendler bedeutet die Baustelle aktuell Wartezeiten an den Ampeln, allerdings sei nicht mit großen Verkehrsproblemen zu rechnen, sagt Büttgen. Schließlich könne man die Ampel steuern. Außerdem findet wöchentlich eine Besprechung über den Stand der Dinge statt. Endgültig zweispurig wird die Fahrbahn erst wieder mit Bauende.
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