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Ein großer Tag für 100 Kinder

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Viele Wochen lang haben sich die Grundschüler auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Samstag Abend ist nun endlich Premiere. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wenn 100 Kinder auf der Bühne stehen und tanzen, dann sind Konzentration, Disziplin und Durchhaltevermögen gefragt. „Es geht uns aber nicht darum, das künstlerisch perfekte Ergebnis zu erzielen”, erzählt Choreograf Volker Eisenach.

Jedes Kind soll vielmehr die Leistung erbringen, die es erbringen kann. Und allen ist anzumerken: Das Tanzen macht ihnen Spaß.

„Es ist einfach genial, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften”, sagt Anita Stützer, Schulleiterin der Grundschule Mataréstraße. Und auch Eva Vleek, Leiterin der Grundschule Düppelstraße, empfindet das Projekt als großes Geschenk.

100 Grundschüler aus dem Ostviertel haben unter Leitung des Choreografen Volker Eisenach das Tanzstück „Schéhérazade” zur Musik von Nikolai Rimski-Korsakow erarbeitet.

Am heutigen Samstag ist im Theater Aachen Premiere. Begleitet werden die jungen Tänzer dann vom Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Marcus R. Bosch.

„Hochkultur trifft auf soziale Wirklichkeit”, nennt Dieter Begaß, Projektleiter Aachen-Ost die wesentliche Komponente des Projekts „inMotion”. Sozial benachteiligte Kinder aus dem Ostviertel sollen die Chance bekommen, Kontakt zur Kultur herzustellen.

Klassische Musik und Theater: das sind Erfahrungen, die für die meisten von ihnen neu sein dürften, meinen die Organisatoren.

50 Schüler aus weiterführenden Schulen entwickelten in Workshops Bühnenbild und Kostüme. In einer Ausstellung dokumentieren sie die Vorbereitungen. „Sie bekamen Gelegenheit, in eine ihnen fremde Weit einzutauchen”, urteilt Kai Weßler, Dramaturg am Theater Aachen. Der Austausch zwischen Jugendlichen und Theaterleuten sei für beide Seiten eine wertvolle Erfahrung gewesen.

Konzentration, Disziplin, Durchhaltevermögen und ein gesundes Selbstvertrauen sind einige der Schlüsselkompetenzen, die die jungen Tänzer mitbringen müssen, wenn sie auf der Bühne stehen.

„Die Begegnung mit dem Sinfonieorchester wird eine unvergessliche Erfahrung für sie sein”, ist Dirigent Bosch überzeugt. „Sie werden sehen, wie professionell das abläuft, wenn der Dirigent in die Stille hinein ein Zeichen macht und die Musiker ihm folgen.”

Mit Hilfe seiner Assistentin Daniela Heissl ist es Choreograf Volker Eisenach gelungen, aus dem bunten Haufen eine recht disziplinierte Tanzgruppe zu machen. Das Lampenfieber ist groß, denn heute ist Premiere. Die Vorstellungen: Samstag, 31. Januar, 20 Uhr, und Sonntag, 1. Februar, 11 Uhr, im Theater Aachen.
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