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Ein Gletscher wird für ihn zum Aha-Erlebnis

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Der 16-Jährige Robert Jarke engagiert sich für die Aachener Grünen. Die Kommunalwahl erlebt der Gymnasiast in seinem Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten. Gewählt hat er schon - per Briefwahl. Foto: Harald Krömer

Aachen. Letzten Sommer hatte Robert Jarke ein Erlebnis, das man wohl als Aha-Erlebnis bezeichnen kann. Seit ein paar Jahren schon macht der heute 16-Jährige regelmäßig mit der Familie Ferien in den Alpen.

„Da war immer ein Berg mit einem kleinen Gletscher drauf”, erzählt Jarke. „Und letztes Jahr, da war der Gletscher einfach weg.” Da zeigten sich die Gefahren des Klimawandels plötzlich sehr konkret mitten in der Urlaubsidylle.

Robert Jarke, 16, Schüler der Viktoriaschule, engagiert sich bei den Aachener Grünen. Im Frühsommer hat er im Rahmen seines Schulpraktikums in der Jahrgangsstufe 10 drei Wochen lang bei den Grünen gearbeitet, hat vor der Europawahl Plakate geklebt, hat an Infoständen mitgeholfen und Material ausgehändigt. Seit dem Praktikum geht er regelmäßig zu den Grünen und packt an, wo Hilfe gebraucht wird.

Politik und vor allem Umweltthemen interessieren den Schüler schon lange. „Meine Eltern sind ziemlich politische Menschen. Die haben mir immer sehr viel erzählt.” Und „nette Lehrer” auf dem Gymnasium haben ihn auch für das Schulfach Politik begeistert.

Die Umwelt liegt Robert Jarke am Herzen, der Atomenergie traut er nicht. Und wenn er sieht, dass in Sachen Umweltschutz viel geredet wird, aber oft wenig passiert, dann wird ihm ehrlich bange um die Zukunft des Planeten.

Auch das Thema Rechtsradikalismus treibt ihn um. Der 16-Jährige beobachtet mit Sorge die Zunahme rechtsradikaler Tendenzen und ausländerfeindlicher Aktivitäten in der Städteregion. An den Aussagen im grünen Wahlprogramm zum Thema Rechtsradikalismus - Stichwort „Wehret den Anfängen” - hat Jarke mitgearbeitet. Und es freut ihn, dass dieser Passus auch seine Handschrift trägt.

Wenn am Abend des 30. August in Aachen die Wahllokale schließen, dann sitzt Robert Jarke in Findlay im US-Bundesstaat Ohio, wo er eine Auslandsjahr absolvieren wird.

Seine fünf Stimmen bei der Kommunalwahl - für den Oberbürgermeister (oder die Oberbürgermeisterin), den Städteregionsrat, den Stadtrat, den Städteregionstag und die Bezirksvertretung - hat er dann schon längst - per Briefwahl - abgegeben. Natürlich ist er gespannt, wie die Wahl ausgeht.
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