Ein ganzes Orchester in einer Gitarre versteckt

Von: Lee Beck
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Wenn Stargitarrist Adam Rafferty (vorne) in die Saiten greift, staunen Csaba Székely (links) und seine Musiker nicht schlecht, was man so alles mit einer Gitarre anstellen kann. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Zuhörer wippen im Takt, Stargitarrist Adam Rafferty jubelt am Bühnenrand und im Publikum werden schon zu Beginn des Konzerts erste Handys gezückt, um Videos aufzunehmen: Die Musik des Gitarrenorchesters im Rahmen von „Special Guitar Events“, kurz „Spegtra“, zog die Besucher in der Viktoriaschule in ihren Bann.

Vor der Skyline von Manhattan spielte das Musikensemble unter der Leitung von Csaba Székely mit „Let‘s Groove“ Grooviges von Pink Panther über James Bond. Spontan hinzu gesellte sich Adam Rafferty, setzte hier und dort mit mit seinem perfektionierten Fingerstyle ein und lies die Musikerherzen höher schlagen. Nur zwei Mal konnte das Orchester gemeinsam proben, bevor die 46 Musiker von 13 Aachener Schulen ihr erstes Konzert gaben.

„Spegtra“ wird in diesem Jahr an zwei weiteren Konzertwochenenden mit einem anderen Konzept stattfinden. „Gemeinsam kreativ“ ist das Motto der Veranstaltungsreihe: „Es ist nicht mehr nur ein Festival zum Zuhören und Staunen, sondern auch zum Mitmachen“, sagt Initiator Vicente Bögeholz. Aber auch er stand beim Konzert am Rande und staunte nicht schlecht, wie die kleinen und großen Künstler mit ihren Fingerfertigkeiten die Saiteninstrumente zum Klingen brachten. „Die Gitarre ist ein sehr vielfältiges und spannendes Instrument und wir haben immer sehr viele Nachwuchskünstler“, sagt er. Die Viktoriaschule habe man als Veranstaltungsort ausgewählt, da die Schule sehr musisch inspiriert sei.

Insgesamt blickt Bögeholz auf ein tolles Wochenende. „Es ist schon großartig, so einen besonderen Künstler nach Aachen zu holen“, sagt er. Freitagabend brachte der Gitarrenkünstler Rafferty seine eigene Performance „Funkie Fingerstyle aus New York“ auf die Bühne. „Es hörte sich an, als würde ein ganzes Orchester spielen, so stabil war seine Basslinie“, ist Bögeholz immer noch mehr als beeindruckt. Man könnte ihn auch ein musikalisches Allroundtalent nennen, denn zusätzlich unterstützt er die Gitarre noch als „Human Beatbox“. So schafft eine Verbindung zwischen Mainstream Pop und Gitarrenspiel. Kein Wunder, dass Rafferty auf Youtube schon über 1,5 Millionen Klicks erreichte. Fingerstyle, diese Art des Gitarrenspiels kommt eigentlich aus dem Countrystyle und hat sich mit Jazzeinflüssen über die Zeit fortentwickelt.

Am Samstag folgte der Workshop mit verschiedenen Altersklassen und verschiedenen Niveaus. Denn alle wollen können, was Rafferty kann. „Der Workshop war sehr beeindruckend“, so der Veranstalter. Der Musikkünstler habe besonders auf das Rhythmusfeeling gesetzt und mit Trommeln die Teilnehmer unterstützt, diesen herauszuarbeiten. „Schließlich ist er der goldene Faden“, betont Bögeholz.

Mit erheblichem Aufwand hat er das musikalische Wochenende organisiert und ist nun umso erleichterter, das alles hervorragend funktioniert hat: „Wir hatten wirklich eine gute Zeit und das Konzert des Gitarrenorchesters war wirklich ein toller Abschluss“.

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